Melle For Future

Melle for Future

 

Willkommen bei Melle for Future

Melle for Future ist ein offener Zusammenschluss von Meller Bürger*innen, die sich für eine lebenswerte Zukunft nachfolgender Generationen sowie für globale Klimagerechtigkeit engagieren. Klimaschutz und klimaneutrales Handeln wollen wir deshalb auf allen Ebenen voranbringen.

Zugleich sind wir eine Ortsgruppe der Parents for Future, die in Solidarität zur Bewegung Fridays For Future steht. Unser Ziel ist es, die Forderungen der jungen Menschen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik zu stärken. 

Wir unterstützen insbesondere die Meller Fridays for Future, die Protestaktionen für eine bessere Umwelt- und Klimapolitik organisieren.

 

 

Veranstaltungen

Wegen der Corona-Pandemie haben wir derzeit keine Präsenztreffen und -veranstaltungen. Unsere Teams zu Schwerpunkten wie Natur, Politik und Information planen weiter!

 

Mitmachen

Du interessierst Dich für Melle for Future?
Die Initiator*innen von Melle for Future, Annette Twenning, Katja Rasmus und Antonius Hilker, informieren Dich gerne über alles, was bei uns läuft: MelleForFuture@parentsforfuture.de

Klimakrise bekämpfen!

Forderungen für ein klimaneutrales Melle, dem Meller Stadtrat übergeben am 15. Juli 2020

Spalier 1
Klimaaufklärung
Begrünen statt versteinern
Stop Massentierhaltung
Demospalier

 

 

Fridays for Future – und damit auch Melle for Future – wurde als Bewegung notwendig, weil die Politik sich jahrzehntelang dem wissenschaftlichen Konsens zur Dringlichkeit des Klimaschutzes verschlossen hat.

Die Tatsache, dass (unsere) Kinder aus Angst vor der Zukunft auf die Straße gehen müssen, hat uns als älterer Teil der Bevölkerung aus unserer Passivität verholfen.
Wir engagieren uns nun, soweit wir es als Amateure können, für den Umbau zur Klimaneutralität, auch hier in Melle.

Die Klimakrise ist seit Jahrzehnten bekannt und hätte verhindert werden können.
Das schlimmste Szenario ist noch immer zu verhindern, aber wir müssen rasch handeln und uns die Bedrohung für Menschheit und Ökosysteme durch den Klimawandel bei allen Entscheidungen vergegenwärtigen.

Deshalb haben wir die Forderungen von Fridays for Future für die Stadt Melle konkretisiert. Lesen und verbreiten Sie unser Forderungspapier.

Wir freuen uns auf Diskussionen mit Ihnen  – sprechen Sie uns an!

Lesen Sie hier unser Statement bei der Übergabe unserer Klimaschutzforderungen an den Meller Stadtrat und den Meller Bürgermeister am 15. Juli 2020.

Die Politik muss was tun – wir auch! 

Flyeraktion: Kein Bock auf Kohle?! Ökostrom und was Du sonst noch tun kannst 

Konjunkturpaket ohne Autoprämie!

Das Konjunkturpaket liegt auf dem Tisch – und zwar ohne Autoprämie für Spritschlucker! Die Proteste der Klimabewegung – nicht zuletzt von Fridays for Future – konnten eine Wende im Autoland Deutschland einleiten! 

Die Chance, mit dem Konjunkturprogramm zugleich einen Rettungsschirm für den Planeten aufzuspannen, wurde dennoch verpasst. Der Umwelt- und Klimaschutz spielt bei den 57 Maßnahmen eine viel zu kleine Rolle (so bewertet Melle for Future das Konjunkturpaket)

Kohleausstieg statt Kohleeinstieg!

Wir verlangen von der Politik deutlich ambitioniertere Maßnahmen für den Klimaschutz. Unerlässlich ist dabei der Stopp der Kohleverstromung, statt den lauen Kohlekompromiss auch noch zu unterwandern! Wir fordern mit Parents for Future: Datteln 4 vom Netz! 

Alle zusammen für den Klimaschutz!

Politiker müssen mutige Entscheidungen für die Sicherung unserer Lebensräume treffen, auch auf kommunaler Ebene. Dass solche Entscheidungen von möglichst vielen Menschen mitgetragen werden, zeigen wir nicht nur in der Wahlkabine, sondern mit unseren eigenen Entscheidungen im Alltag. 

Beispiel Ökostrom:

Wenn ganz viele Leute gleichzeitig zu einem echten Ökostromanbieter wechseln, kurbelt das die Nachfrage nach grünem Strom an und verdrängt konventionellen Strom vom Markt. Dann können Kohlekraftwerke abgeschaltet werden! 

Wie einfach der Wechsel zum echten Ökostromanbieter geht, zeigt unser Flyer, den wir am Samstag in der Stadt verteilen. Dazu gibt’s weitere einfache Tipps in unserer Klimaschutzcheckliste! 

Damit der Klimaschutz die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient, haben wir für diese Aktion einen besonderen Eye-Catcher: eine Stelzenläuferin! Wer dieses Highlight verpasst, kann sich den Flyer hier herunterladen, einfach auf die Checkliste klicken.

Protest für eine klimagerechte Wirtschaftsförderung

Züge statt Flüge
Klimapolitik statt Autofabrik
Riemsloher
Anhänger

Die Welt ächzt unter der Coronakrise. Nur leider macht die Klimakrise deswegen keine Pause. Schon wieder droht uns ein Dürresommer. Wie viel Bäume werden dann bei uns absterben? Und wie viel Regenwald wird gerade jetzt in Brasilien abgeholzt, einfach weil die Gelegenheit während der Coronakrise so günstig ist? Dieser Verlust ist nicht wiedergutzumachen! 

Umso dringender müssen wir jetzt umsteuern – und deshalb bleiben wir aktiv! Denn die milliardenschweren Hilfspakete, mit denen die Wirtschaft wieder anlaufen soll, bergen eine riesige Chance für einen echten „green deal“. Genauso riesig ist aber die Gefahr, dass erneut klimaschädliche Industrien subventioniert werden, z.B. mit einer Autoprämie, die Verbrenner mit einschließt. 

Um unsere Klimaziele 2030 zu schaffen, müssen wir die Emissionen radikal senken, nicht mit Steuergeldern in die Höhe treiben!

Wir brauchen eine Zukunftsprämie auf dem Weg zum klimaneutralen Wirtschaften! Einen Rettungsschirm für unseren Planeten!

Berichte über unsere Protestaktionen:

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/2054241/fridays-for-future-zei…

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/2058153/neue-protestform-von-f…

Kreiseldemo

Zukunft abwracken? Nein danke!!!

Bitte helft mit, „Autoministerpräsident“ Stephan Weil davon zu überzeugen, dass eine Auto-Prämie kein Beitrag zum Klimaschutz ist. 

Vielleicht kümmert sich unser Ministerpräsident deshalb so viel besser um die Autolobby als um die Zukunft unserer Kinder, weil die ihnen mehr Geschenke macht? Wir wollen das ändern und ihm auch etwas schenken ...

Dazu schicken wir Herrn Weil ausrangierte Spielzeugautos, zusammen mit einem Brief von uns oder unseren Kindern. 

 

 

 

Mehr Argumente gegen eine Auto-Prämie im folgenden KIapp-Menü!
Briefidee Kind:

Lieber Herr Weil,
Sie können eins meiner alten Autos haben. Ich will auch keine Abwrackprämie dafür. Ich will lieber eine Zukunft.
Viele Grüße (Name und Alter des Kindes)

Briefidee (Groß-)Elternteil:

Sehr geehrter Herr Weil,
ich wollte dieses Spielzeugauto für meine Enkel aufheben, jedoch scheint mir dies nicht mehr zeitgemäß. Ich schicke es lieber Ihnen. Ich möchte keine Abwrackprämie dafür. Ich möchte lieber eine lebenswerte Zukunft für meine Enkel. Freundliche Grüße (Name)

Adresse:

Stephan Weil, SPD, Niedersächsische Staatskanzlei,
Planckstraße 2, 30169 Hannover

Mobilprämie für alle

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, die im Pariser Klimaabkommen für 2030 festgelegt wurden, muss der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß radikal vermindert werden. Das geht nicht ohne deutliche Einschränkung des individuellen Autoverkehrs. Neuwagen mit Steuergeldern auf den Markt zu bringen, wäre ein fataler Fehler! 

Wir brauchen stattdessen eine Mobilitätsprämie, zum Beispiel für Lastenräder, E-Bikes, Bahn-Cards sowie Bus- und Bahntickets.

„Eine lebenswerte Stadt braucht nicht zuletzt mehr öffentliche Verkehrsmittel, mehr Radverkehr und kurze Wege zwischen Arbeiten, Wohnen und Versorgung.“

(Bundesumweltministerium) 

Deshalb: Unterschreibt den Campact-Appell „Kein Steuergeld für Spritschlucker“

Aus Angela Merkels Rede am 28. April 2020 beim Petersberger Klimadialog:

„Es wird eine schwierige Verteilungsdiskussion mit Blick auf unsere jeweiligen öffentlichen Haushalte geben, wenn wir uns die wirtschaftlichen Schäden, die die Coronavirus-Pandemie mit sich gebracht hat, anschauen. Umso wichtiger wird es sein, wenn wir Konjunkturprogramme auflegen, immer auch den Klimaschutz ganz fest im Blick zu haben und deutlich zu machen, dass wir nicht etwa am Klimaschutz sparen, sondern dass wir in zukunftsfähige Technologien investieren – dass wir nicht nur national an uns denken, sondern dass wir auch unsere internationalen Verpflichtungen weiter stark nach vorne bringen, weil das essenziell dafür ist, dass es einen globalen Erfolg im Klimaschutz gibt.“ 

Merkel
Brief an Minister Weil

Warum die Lösung nicht in neueren Autos liegt:

„Ein ganz normaler VW Käfer verbrauchte Mitte der Fünfzigerjahre 7,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Als VW das Fahrzeug Ende der Neunzigerjahre als Beetle wieder auflegt, verbrauchte es fast genau so viel. Dabei lagen vierzig Jahre technische Entwicklung, Ingenierusarbeit und Effizienzstreben zwischen beiden Modellen.“

Maja Göpel: Unsere Welt neu denken (Ullstein 2020)

Herz
Gesmold
Bakum
Krukum

24. April: globaler Klimastreiktag

Fridays for Future und Klimaschützer aller Kontinente wollten am 24. April auf die Straße gehen. Stattdessen bringt Corona die Welt zum Stillstand und die Menschen auf Abstand. Wir verlegen den Klimastreik in unsere Häuser und Gärten und an unsere Arbeitsplätze.

Ladet Euch das Plakat hier herunter, druckt es aus und sucht einen geeigneten Platz – im Fenster, am Briefkasten, am Zaun, an einem Pfahl ins Beet verpflanzt ... Verteilt es gerne an Eure Nachbarn und Freunde, hängt es aber bitte nur auf privatem Grund auf! 

Lest mehr über unsere Aktion im Meller Kreisblatt

 

Solidarisch für den Klimaschutz

Wir brauchen einen politischen Rahmen, der es uns Meller Bürgern, Unternehmen, Vereinen und Organisationen leicht macht, klimafreundlich zu arbeiten und zu leben. 

Viele Dinge können wir aber sofort tun. Jeder Einzelne zählt – mach mit!

Ideen dazu im folgenden Klappmenü!

Kohleausstieg selber machen!

Zu einem Anbieter wechseln, der 100% echten Ökostrom verkauft? Geht ganz einfach:

  1. Stromrechnung vom bisherigen Anbieter suchen
  2. Anmeldung beim neuen Anbieter – siehe z. B. https://utopia.de/ratgeber/oekostrom-tarife-vergleich/
  3. Der Ökostromanbieter kümmert sich um den Wechsel.

Die beste Energie ist die, die gar nicht verbraucht wird. Hier geht's zu unseren Stromspartipps

Frische Luft auf Kurzstrecken!

Autoverkehr macht 20 Prozent aller CO2-Emissionen aus. Auf 23 Prozent unserer Autofahrten legen wir Wege zurück, die keine 2 km lang sind. 

Deshalb: Bei kurzen Wegen losspazieren oder raus aufs Fahrrad, frische Luft genießen, den Vögeln zuhören und den Verkehr für die anderen Radfahrer und Spaziergänger sicherer machen. 

Noch mehr CO2 sparen – unterwegs im Alltag und auf Reisen 

autofrei
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Wir müssen ja nicht alle gleich Veganer werden

Aber wir können sofort und ohne Investitionen oder Innovationen CO2 einsparen, indem wir alle weniger Fleisch und Milchprodukte essen. Wer bisher an sieben Tagen die Woche Fleisch isst, senkt schon mit 1 fleischfreiem Tag deutlich seine ernährungsbedingten Treibhausemissionen. Für andere ist vielleicht häufigeres veganes Kochen eine gute Option, die Rückkehr zum Sonntagsbraten oder z. B. das Kochen mit Rindfleisch jenseits der Filetstücke.

Wichtig finden wir: Unsere Lebensmittel verdienen viel mehr Wertschätzung. In ihnen steckt so viel Liebe und Arbeit der Landwirte. Sie brauchen so viel guten Boden und Wasser. Übernehmen wir Verantwortung für unsere Ernährung und zahlen dafür einen fairen Preis! 

CO2-Tortendiagramm

Nachhaltiger Konsum

10 000 Dinge besitzt jede/r Deutsche im Durchschnitt. All diese Dinge

  • verbrauchen Ressourcen (Energie, Wasser, Land),
  • erzeugen Emissionen (Treibhausgase, Schadstoffe in Luft, Boden, Wasser) 
  • und verursachen Abfälle. 

Durchschnittlich 38 Prozent unserer CO2-Emissionen entstehen durch unseren Konsum (z. B. Kleidung und Elektrogeräte). „Würde das Wirtschaftswachstum in diesem Tempo weitergehen, so würden unsere Kinder nochmals doppelt, unsere Enkel viermal und unsere Urenkel achtmal so viele Güter zur Verfügung haben“,  so eine Hochrechnung des Basler Sozialwissenschaftlers René Frey.

Hier weiterlesen

Klimaschutz in Zeiten von Corona

„So etwas haben wir noch nie erlebt!“ Das hören wir gerade ganz oft, besonders von älteren Menschen, und das zeigt unsere Erschütterung angesichts der Coronakrise. Andere Themen haben daher momentan wenig Platz. Klimaschutz? War da was?

Dabei lohnt es sich, die Probleme unseres Planeten zusammenzudenken.

  1. Wie entstehen Seuchen wie Corona oder Ebola? Was hat diese Frage mit Umweltschutz zu tun? 
  2. Wie können wir für die Zeit nach Corona Wirtschaftsförderung und Klimaschutz zusammendenken? Hat sich der Green Deal mit der Rezession erledigt oder ist er die Antwort darauf? 
  3. Wie hat der Corona-Shutdown unseren Alltag verändert? Was davon ist als nachhaltiger Lebensstil bewahrenswert?

Wir möchten das Innehalten dieser Tage nutzen, um Antworten auf diese und andere Fragen zu suchen. Unsere Website ist noch im Aufbau und verändert sich weiter. Schauen Sie doch bald mal wieder rein! 

Natur schützen, Epidemien bekämpfen!

Abholzung für Palmöl

Stammt das Corona-Virus von der Fledermaus? Bei dieser Frage denken viele an exotisch wirkende Essgewohnheiten. Treffender als das oft gezeigte Foto der Fledermaussuppe wäre aber ein gerodeter Wald, eine riesige Palmölplantage oder ein durch die Erderhitzung verdorrter Landstrich. Warum? Die folgenden Film- und Textbeiträge erklären es!


(Bildangaben: Die letzte Partie Schnittholz aus dem Torfwald im Regierungsbezirk Indragiri Hulu in der indonesischen Provinz Riau. Der Wald wurde für eine Ölpalmen-Plantage abgeholzt. Quelle: flickr:Riau flickr user:Wakx, Autor: Aidenvironment, 2006)

In 3 Minuten erklärt dieser Arte-Film die Übertragungswege von Infektionen auf den Menschen. Immer häufiger beginnt die Kette bei Wildtieren, deren Lebensräume der Mensch immer mehr zerstört – zum Beispiel wenn Indonesien 2/3 seiner Wälder für Palmölplantagen rodet und dabei zahlreiche Tierarten vertreibt. Auch die Fledermaus. 

https://www.arte.tv/de/videos/096140-000-A/umweltzerstoerung-beeinfluss…

Dem gleichen Zusammenhang – schrumpfende Lebensräume und sich ausbreitende Krankheiten – gehen in diesem Interview zwei Biologen auf den Grund: Josef Settele, Vizevorsitzender des Weltbiodiversitätsrats (IPBES), und der Biologe, Ökologe und Wirtschaftswissenschaftler Joachim Spangenberg.

http://www.spektrum.de/news/warum-umweltschutz-auch-seuchenschutz-ist/1715336

Bildcollage Naturzerstörung Corona

„Die Naturzerstörung ist die Krise hinter der Coronakrise." Warum Gesundheitsvorsorge nicht mehr ohne gute Naturschutzpolitik geht, erläutert Svenja Schulze. Hier zur kompletten Presserklärung: 

https://www.bmu.de/pressemitteilung/schulze-weltweiter-naturschutz-kann…

Nachhaltig wirtschaften – jetzt erst recht! 

Cover Maja Göpel

Spiegel-Bestseller

Maja Göpel: Unsere Welt neu denken: Eine Einladung (Ullstein Verlag 2020)

Dass dieses Buch kurz vor dem Corona-Shutdown erschien, ist Zufall. Nun aber ist Maja Göpels Analyse unseres Wirtschaftssystems das Thema der Stunde. Wenn die deutsche Wirtschaft bald ein „Fitnessprogramm" braucht (so Wirtschaftsminister Peter Altmaier), müssen wir uns erstmal über die Trainingsziele verständigen. 

Hier weiterlesen

Demo der Fridays for Future Melle im Januar 2002

Demozug Melle

Aus der Rede von Julia Menninghaus für Melle for Future

Auch 2019, im Jahr der Klimastreiks, der Hitzewellen und brennenden Wälder, ist die Zahl der Flugreisen in Deutschland weiter gestiegen und es wurden mehr SUVs gekauft, als je zuvor.

Visuell ist die Klimakrise sichtbar, die Informationen sind überall zugänglich, aber mental dringt es nicht zu uns vor.

Was wir gerade erleben, ist die größte Verdrängungsleistung der menschlichen Geschichte. Die Möglichkeit eines zivilisatorischen Kollaps wird weggeschoben und wir machen weiter, als wäre nichts.

Leicht gemacht wird uns die Verdrängung durch unsere Konsumkultur, die alles überdeckt. Dabei wissen wir, dass der technische Fortschritt nicht alles richten kann, und das Wachstum, ohne Schaden zu nehmen, niemals unbegrenzt sein kann.

 

Lasst uns deshalb nicht mehr auf Kosten anderer leben! Lasst uns Druck machen auf die Machteliten und uns einsetzen für die, die sich nicht wehren können. Schon jetzt sind zehntausende Menschen zu Klimaflüchtlingen geworden – gesicherte Zahlen sprechen bis 2050 von 300 Millionen Klimaflüchtlingen weltweit, einzelne Prognosen sprechen überdies von bis zu 1 Mrd. Flüchtlinge! Der Klimawandel zwingt mehr Menschen zur Flucht als alle Kriege zusammen.

Wir sind nicht die Krone der Schöpfung – wir sind nur eine Spezies von 100 Millionen – drum last uns auch so handeln! Es liegt an uns!

Julia Menninghaus

 

Mehr zur Demo im Meller Kreisblatt

Musik fürs Klima

Wir möchten die Klimaschutzbewegung in Melle musikalisch beleben und mit Songs und Liedern auf die Klimakrise und den notwendigen Klimaschutz aufmerksam machen.

Finden Sie hier Hörbares, Singbares und Infos zu künftigen Aktionen.

Die Liedermacherin findet eindringliche Töne und Worte in ihrem Lied für die Fridays-for-Future-Bewegung:

https://www.youtube.com/watch?v=VxOSGe8HG8o

Hier stehen wir, 
vor uns die Wüste, um uns der Wohlstand, hinter uns 
Jahre vertaner Zeit und fehlender Taten, 

[der komplette Text]

Sing for the climate! 

60 bekannte flämische Künstler riefen schon 2012 dazu mit einem tollen Video auf, hier in der Karaokeversion für Euch zum Mitsingen: 

https://www.youtube.com/watch?v=c7V1qLLsn7M&feature=youtu.be

In ganz Belgien, aber auch in Ländern wie Marokko, Saudi-Arabien und Deutschland, begannen Gemeinden, das Lied zu singen und zu filmen. Besonders haben uns die verschiedensten Arbeiter und Schulklassen aus Puurs gefallen: 

https://singfortheclimate.com/events/sjabi-puurs-2/

Kurz vor dem weltweiten Klimastreiktag am 20. September 2019 wurde aus der Protesthymne „Bella Ciao“ ein deutschsprachiger Klimasong. Auf die große Bühne kam er bei der großen Fridays-for-Future-Kundgebung am 21.02.2020: mit 40 Chören und 20.000 Textblättern! 

zu Text, Noten und Tonspur

Globaler Streik am 29. November 2019 – Kundgebung in Melle

Kundgebung von oben
Gabriele Meier moderiert die Kundgebung
600 Teilnehmer

„Wer will fleißige Klimaschützer sehn, der muss zu uns Kindern gehn ….“

Dieses Lied wurde von 600 Mellern auf dem Starcke-Carree gesungen – und das passt so gut zur lokalen Klimaschutzbewegung „Melle for Future“. Denn einen Monat zuvor, beim globalen Klimastreiktag am 20. September 2019, waren es die Kindergarten-Kids des Raphael-Kindergartens aus Altenmelle, die als erste in Melle Flagge gezeigt haben, die sich auf das Starcke-Carree gestellt haben mit ihren Plakaten: Klimaschutz geht uns alle an! 

Als im November 2019 die Initiative für Melle for Future startete, war deshalb schnell klar: Wir wünschen uns am nächsten weltweiten Aktionstag für den Klimaschutz eine Kundgebung für alle Generationen; wir Erwachsene nehmen uns die Kinder zum Vorbild!

Dieses Mal sind 10 Mal so viele der Einladung gefolgt. Die meisten Meller Kindergärten waren vertreten und einige Grundschulen, aber auch viele Erwachsene sind dabei und sagen, dass jetzt die Zeit für Veränderungen ist. Berührend waren für mich die Worte einer Großmutter, die Worte eines Kirchentages rezitierte: „Und was antwortet ihr euren Kindern, wenn Sie euch fragen, was habt ihr getan?“ Sie meinte, lange war es Unbewusstheit, aber nun kann man nicht mehr sagen, „Wir wussten es nicht.“ 

Jetzt wissen wir, was passiert, wenn wir nicht handeln. Bürgermeister Rainer Scholz wurde aufgefordert auf lokaler Ebene zu handeln: Egal, ob in der Wirtschafts- oder Verkehrspolitik: Bei allen relevanten Entscheidungen muss die Grundlage sein: Welche Auswirkungen hat das auf unser Klima? 

Die Kindergärten und Grundschulen haben Herrn Scholz Briefe und Bilder mit den Wünschen der Kinder überreicht. Der Waldorfkindergarten hatte mit den Vorschulkindern erarbeitet, was sie an der Natur lieben und was geschützt werden soll. Die Wünsche wurden als Bilder gemalt, die als Plakate zur Versammlung mitgenommen wurden, und in einem Brief für Herrn Scholz zusammengefasst. Herr Scholz lud die Initiative Melle for Future ein, sich im Stadtrat mit ihren Vorschlägen einzubringen. 

Es war ein Treffen, das  Hoffnung macht. Das zeigt, dass Dinge sich in Bewegung setzen. Annette Twenning hat auf die Montagsdemonstrationen in der ehemaligen DDR verwiesen, an die ich auch immer wieder denken muss. Diese Massendemonstrationen haben dazu beigetragen, dass es zu einer friedlichen Revolution der DDR kam. Große Bürgerbewegungen können große Veränderungen hervorrufen. Wir sehen uns Ende März bei dem nächsten Generalstreik in Melle.

Julia Auf dem Berge

Deutsch
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