Konsum

Annette Twenning • 22 April 2020
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Nachhaltiger Konsum

10 000 Dinge besitzt jede/r Deutsche im Durchschnitt. All diese Dinge

  • verbrauchen Ressourcen (Energie, Wasser, Land)
  • erzeugen Emissionen (Treibhausgase, Schadstoffe in Luft, Boden, Wasser) und
  • verursachen Abfälle. 

Durchschnittlich 38 Prozent unserer CO2-Emissionen entstehen durch unseren Konsum (z. B. Kleidung und Elektrogeräte).  „Würde das Wirtschaftswachstum in diesem Tempo weitergehen, so würden unsere Kinder nochmals doppelt, unsere Enkel viermal und unsere Urenkel achtmal so viele Güter zur Verfügung haben“, so eine Hochrechnung des Basler Sozialwissenschaftlers René Frey.

Das ist kein Grund, sich über die nahende Rezession zu freuen. Die Frage ist eher: Wie können wir trotz hoher Kaufkraft unser CO2-intensives Konsumverhalten verändern? Denn weniger Konsum ist mehr Klimaschutz. 

Wir brauchen dafür langlebige Produkte, die ökologisch und fair hergestellt werden und sich reparieren lassen. Wir brauchen Menschen, die Dinge wertschätzen statt wegwerfen; die sich Dinge teilen oder Dinge weiternutzen, die andere nicht mehr brauchen; die Dingen durch Reparatur oder Upcycling zu neuem Leben verhelfen. Dafür steht auch die Repair-Café-Initiative in Melle.

Kaufen Sie lokal! Dieses Motto der Meller Werbegemeinschaft sollte weiter greifen: Kaufen Sie lokal und nachhaltig! Wichtig dafür: 

- dass der Meller Einzelhandel seine nachhaltigen und langlebigen Produkte stärker in den Vordergrund rückt

- dass Dienstleistungen wie Schneidern, Reparieren, Umändern und Aufwerten mehr Gewicht bekommen

- dass Meller (Mode-)Geschäfte immer mehr nachhaltige Produkte in ihr Sortiment aufnehmen

- dass viele Meller Bürger die Nachfrage nach nachhaltigen und langlebigen Produkten stärken. Dass sie ihr Geld für Dinge ausgeben, die zunächst teuer erscheinen, die sie dann aber jahrzehntelang nutzen können.