Erhalt des Fechenheimer Wald & Teufelsbruch

People For Future Frankfurt am Main • 25 Oktober 2021
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Für den Erhalt des Fechenheimer Wald und Teufelsbruch

Der Fechenheimer Wald, ein wertvolles Waldstück mit alten Baumbestand, soll dem Anschluss der A 66 an die A 661 geopfert werden. Dieser Autobahn-Ausbau basiert auf einer völlig veralteten und überholten Planung, die noch mehr Autos in diese sowieso schon Auto-geplagte Ecke Frankfurts locken würde.

Der Wald ist jedoch für die Biodiversität und als Frischluftreservoir und Hitzeausgleich für Frankfurt von hoher Bedeutung und muß erhalten werden.

Zum Schutz des Waldes hat sich vor Ort ein vielseitiger Protest entwickelt. Bäume sind besetzt und es gibt es eine Mahnwache an der Borsigallee in Höhe des P+R-Parkhauses (U-Bahnstation Kruppstraße). Diese soll als Treffpunkt, Anlaufstelle und Informationszentrum entwickelt werden. Seit Ende September finden Sonntags um 14:00 Uhr die Waldspaziergänge statt.

In diesem Rahmen hat am Sonntag, 31. 10. Dipl Forstwirt Volker Ziesling, Sprecher von "Waldwende jetzt" und der AG Wald von Greenpeace Mannheim, geredet. In seiner Einleitung ging er auf die vielfältige Bedeutung des Waldes für Menschen durch CO2 Abbau, Kühlung, und Trinkwasser-Erhalt sowie Stabilisierung des Grundwasserspiegels ein. Wie schon bei der botanischen Führung mit Julia Krohmer am 17.10. wurde die Besonderheit des Waldes in einem Feuchtgebiet und seine Bedeutung für die hier lebenden bedrohten Tierarten betont.

Mit weit über 100 Menschen war der Waldspazierung und das anschließende herbstliche Programm mit Kürbissuppe, Kuchen und Musik gut besucht. Es war ein besonderes Datum: Die Rodungen des Waldes hier hätten planmäßig ab November beginngen sollen. Nun wurde am 22. 10. 2021 bekannt, dass die Rodungsarbeiten aus rechtlichen Gründen um ein Jahr auf die nächste Fäll-Saison verschoben werden.

Frankfurt soll klimagerecht bzw. klimaneutral werden. In Glasgow bei der Weltklimakonferenz wird derzeit besprochen, wie die globale Erwärmung  auf 1,5 Grad begrenzt werden kann ensprechend dem Pariser Akommen, und wie Wälder geschützt werden können. Die 1,5 Grad Grenze verläuft hier im Fechenheimer Wald!
Mit Autobahnausbau können wir die Pariser Ziele nicht erreichen. Emissionen aus dem Verkehr müssen durch Stärkung des öffentlichen Bahnverkehrs und Radverkehrs, reduziert werden - eben durch eine Verkehrswende.

Die Rodung ist aus rechtlichen Gründen verschoben. Der Fechenheimer Wald gehört zum Grüngürtel  und ist noch im Besitz der Stadt Frankfurt. Diese kann aber verkaufen oder durch den Bund enteignet werden. Das wollen wir verhindern. Zumal im Erlenbruch gerodet und gebaut wird.

Unter dem Motto 'Fecher bleibt' fand am 13. 11. eine Demonstration im Riederwald statt. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis - u.a. P4F Frankfurt,  Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn, Koala Kollektiv, Attac Frankfurt, Bürgeriniative Riederwald, BUND Frankfurt, VCD Rhein-Main und Greenpeace. Hier der Link zu unserer Rede.

 

Links

 

Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn

Es gibt es eine Online-Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/schuetzt-das-nordend-und-den-frankfurter-osten-kein-autobahnbau-mehr

Infos zur Waldbesetzung hier: https://teufelsbruch.blackblogs.org/

Nachfolgend Impressionen von denWaldspaziergängen und der Demo

Transpi

High

Grandpa

Förster

Fledermaus

Wald

Transpi

Mahnwache

Lützerath

Gruppenbild