Eutin

Wir machen mit

Was bisher geschah - Fotoalbum - Schriftverkehr -

Willkommen bei den Parents For Future Eutin

Hallo liebe Parents,

Wir sind eine Gruppe von Eltern, Großeltern und anderen erwachsenen Menschen, die in Solidarität zur Fridays- For -Future- Bewegung stehen. Unser Ziel ist es, die jungen Menschen in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik zu unterstützen. Die Gruppe ist offen für ALLE erwachsenen Unterstützer*innen – ob sie nun selbst Kinder haben oder nicht.

Forderungen der Fridays for future Gruppe an die Stadt Eutin

 

PFF treffen Kandidaten der SPD Christoph Gehl

Eutin am 17.06.2021

Unter freiem Himmel trafen wir, die Eutiner Parents for future Gruppe, uns mit Christoph Gehl der bei der Wahl 2022 Bürgermeister werden will zu einem Meinungsaustausch im Küchengarten. Herr Gehl stellte sich und seine Pläne für Eutin mit ein paar Worten vor. „Mir liegt das Klima auch sehr am Herzen!“ beteuerte er „Es gibt viele Möglichkeiten eine klimafreundliche Stadt zu schaffen.“

Ein Vorschlag von Herrn Gehl war autofreie Tage einzurichten, Touristen eine Parkmöglichkeit am Stadtrand anzubieten und mit Shuttlebussen ins Zentrum zu bringen. Die weitere Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ist auch eines seiner Ziele.

Tilo Hegenberg, einer unserer Sprecher informierte Ihn über die andauernden Missstände in der Eutiner Stadtpolitik. Seit zwei Jahren hat Eutin den Klimanotstand ausgerufen aber nichts passiert. Bei keinem Antrag oder Tagesordnungspunkt wird die Klimakrise berücksichtigt. Die Verwaltung und Stadtvertretung verstoßen andauernd gegen Gesetze, wenn sie Berichte zum Klimaschutz nicht oder nur alle paar Jahre herausgeben.

Christoph Gehl zeigte sich offen für diese Probleme und nahm viele Informationen mit. „Die Klimakrise macht nicht an den Stadtgrenzen halt!“ gab ihm Freia Schlöndorf-Ehmke mit auf den Weg. Ihre flammende Ausführung über die Auswirkungen der Krise auf die Landwirtschaft und die Gesundheit der Menschen hatte einen deutlichen Eindruck bei Christoph Gehl hinterlassen.

Tilo Hegenberg und Christoph Gehl im Gespräch
Tilo Hegenberg und Christoph Gehl im Gespräch

 

Kleine Nadelstiche!

Eutin am 05.06.2021

Zum zweiten Mal demonstrierten die Fridays for Future und wir vor der Versammlung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) um die Vertreter daran zu erinnern, dass in Eutin alles zu langsam vorangeht.

Beim dem ASU wird entgegen eigenem Versprechen, wie in allen Ausschüssen noch nicht mit Unterlagen beraten, die Klimaschutz beachten. Es sollen weiterhin Stellplätze für Fahrräder so gebaut werden dürfen, dass sie 200m von der Wohnung im Freien ohne Regenschutz mit Felgenkiller/Vorderradklemmen auskommen. Gleichzeitig sollen mehr PKW Stellplätze als bisher Vorschrift werden, die dann auch von den Eigentümern und Mietern bezahlt werden müssen, die sich klimafreundlich verhalten und mit weniger PKW gut leben. Der Plan geht soweit, den Zweitwagenstellplatz zur Pflicht zu machen. Aus der Zeit gefallene Pläne, die Anreize gegen Klimaschutz setzen. Auch in den vielen Bauleitplanungen der Sitzung ist Klimaschutz gar nicht berücksichtigt.

Unser erste spontane Treffen am 6. Mai 2021 hatte für viel Aufregung gesorgt, es war keine Angemeldete Demonstration, 15 Personen waren zu viel. Dafür wurde in der Presse sehr viel berichtet und wir konnten das Treffen als Erfolg verbuchen. Dieses Mal, am 3.6.2021 waren für die 6 Demonstranten auch 2 Polizisten anwesend. Einige Stadtvertreter mogelten sich sogar durch den Seiteneingang in den Sitzungssaal, ohne die Hygieneregeln zu beachten.

Tilo Hegenberg, Mitglied von Parents for Future stellte in der Einwohnerfragestunde den Vertretern im Ausschuss einige Fragen.

„Unsere gewählten Vertreter in der Stadtvertretung haben 2019 beschlossen, dass bei allen Beschlüsse die Klimawirkung beraten wird. Dennoch wird das bis heute, 2 Jahre nach dem Beschluss in fast allen Beratungen nicht so gemacht. Beratungsvorlagen des Bürgermeisters enthalten fast nie konkrete Inhalte, die die Abwägung der Klimawirkung ermöglichen.

In der heutigen Sitzung wird z.B. in den Unterlagen zur neuen Stellplatzsatzung und in den diversen Beratungen zu Bebauungsplänen Klimaschutz nicht vorbereitet oder abgewogen.

Warum lassen sich unsere gewählten Vertreter gefallen, dass entgegen ihren demokratisch gefassten Beschlüssen gearbeitet wird?“

Auf Nachfrage des Vorsitzenden: „Diese Frage richtet sich an die Ausschussmitglieder, als unsere demokratisch gewählten und für die Kontrolle und Umsetzung der Beschlüsse verantwortliche Politiker*Innen?“

Es kam keine Antwort aus der Politik.

Die Verwaltung antwortete: „Die Umsetzung des Beschlusses hat sehr lange gedauert. Das bedauern wir. Wir werden ab der nächsten Sitzung sicherstellen, dass Klimaschutz künftig in jeder Beratungsgrundlage abgewogen und dies explizit offengelegt wird. Es wird ähnlich wie die Ausweisung finanzieller Auswirkungen künftig immer die Auswirkung auf das Klima genannt. Das Klimaschutzmanagement der Stadt unterstützt die Umsetzung.“

Der Bürgermeister, als Verwaltungschef zuständig, kam erst nach der Einwohnerfragestunde.

Tilo Hegenberg kommentierte anschließend: „Wenn Klimaschutz nun tatsächlich und im Einklang mit dem Beschluss der Stadtvertretung (Klimaschutz hat hohe Priorität) beraten und berücksichtigt wird, ist ein wesentlicher Meilenstein erreicht.“

„Aus Erfahrung werden wir weiter aufpassen, ob es tatsächlich so gemacht wird.“

„Zuständig für dieses „Aufpassen“ ist eigentlich der Hauptausschuss. Deshalb machen wir dort am Di. 8.3.21 18 Uhr wieder eine kleine Demo und bitten voraussichtlich in der Einwohnerfragestunde den Hauptausschuss, seine Arbeit in diesem Sinn zu leisten. Der Hauptausschuss muss nach Gemeindeordnung für die einheitliche Arbeitsweise aller Ausschüsse sorgen. Dazu gehört lt. Beschluss der Stadtvertretung von 2019, Klimaschutzaspekte bei allen Beratungen immer mit zu beraten.“

Demo am 3.6.2021 vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt
Demo am 3.6.2021 vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt

Wir sind noch da!

Eutin am 09.05.2021

15 Mitglieder der „Parents for Future Eutin“ hatten sich spontan vor der Opernscheune getroffen, um zu zeigen, dass das Klima, trotz Corona immer noch aktuell ist. Man darf nicht aus der einen Krise in die nächste rutschen, daran sollten auch die Mitglieder der Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt erinnert werden.

Mit Plakaten und Flyern standen wir am Eingang der Scheune. Natürlich wurden die Corona-Bestimmungen, Maske und Abstand eingehalten. Alle Ausschussmitglieder stimmten den Forderungen der „Parents for Future“ mehr oder weniger zu. Trotz dem wurde ein Antrag der Fissauer Dorfschaft auf mehr Parkplätze mit 7 gegen 4 Stimmen durchgewunken. Wieder werden dem Auto 600 bis 700 qm Grünfläche geopfert.

Die „Parents for Future“ sehen trotz dem einen Erfolg in ihre Aktion, man muss am Ball, man muss in Erinnerung bleiben.

Spontanes Treffen vor der Opernscheune
Spontanes Treffen vor der Opernscheune

Pfarrstelle in Eutin
gehört jetzt zur Klima-Allianz

Eutin am 13.05.2021

Mit Unterstützung durch Propst Barz und dem einstimmigen Votum des Ausschusses der Kirchenkreissynode Ostholstein gehört auch die „Pfarrstelle für Mission, Ökumene und Gerechtigkeit" in Eutin mit zu den Unterzeichner*innen der zusammen mit vielen evangelischen Landeskirchen, katholischen Bistümern, kirchlichen Einrichtungen und Hilfswerken sowie der zivilgesellschaftlich breit aufgestellten Klima-Allianz. Pastor Michael Hanfstengl, zuständig für diese Pfarrstelle zeigte sich begeistert, dass sich etwas bewegt, nicht nur beim Bundesverfassungsgericht.

Eine besondere Unterschrift leistete Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt.

Michael Hanfstängl - Foto: Marco Heinen KK OH
Michael Hanfstängl - Foto: Marco Heinen KK OH

 

Link zum Aufruf des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit

Link zur OENK Erklärung zum Ökumenischen Kirchentag 2021

Link zur Pfarrstelle für Mission, Ökumene und Gerechtigkeit Eutin

 

Unsere Moore – Die besseren Wälder

Wälder sind wichtig fürs Klima - das ist bekannt. Doch nur wenige wissen, dass sich hinter feuchten Mooren noch effektivere Klimaschützer verbergen. Das hat mit einer Masse zu tun, die wir aus dem eigenen Garten kennen: Torf.
KLIMA° vor acht nimmt die mystischen Feuchtgebiete unter die Lupe und deckt auf, warum nasse Moore unverzichtbar für das Klima sind.

Folge 1 - Jetzt ansehen

 

Warming Stripes on Tour zum Klimasteik am 19.03.2021

Im Weberhain
Im Weberhain
 

Am Sonnentempel

Am Sonnentempel
Am Sonnentempel
 
Im Küchengarten
Im Küchengarten
 
Auf der Büchereiwiese
Auf der Büchereiwiese

 

15.03.2020

So handelt Kreispolitik (CDU/Grüne, SPD) in Ostholstein im Klimaschutz:

Klimaschutz von CDU Kreisabgeordneten als „Wehwehchen“ betrachtet. SPD Antrag für intensivere Beschäftigung mit Klimaschutz von Umweltausschussvorsitz (Grüne) gar nicht zur Abstimmung gebracht.

Parents for Future (PFF) hat für den Kreis OH Lösungsvorschläge für die klimafreundliche Entwicklung ausgehend von wissenschaftlichem Rat und klarer faktenbasierter Situationsanalyse entwickelt und den politischen Vertretern präsentiert. Die Situation in OH erfordert intensiveres Handeln und die Bereitschaft zur Veränderung bisheriger Herangehensweisen.

Dies kam bei Teilen(!) der Politik nicht gut an: Die ausgestreckte Hand wurde ausgeschlagen und die engagierten Klimaschützer wurden als Störenfriede betrachtet.

Gewünscht wird von großen Teilen der Politik Kontinuität, auch wenn der bisherige Weg nicht erfolgreich war (bitte nicht stören). Glücklicherweise gilt dies nicht für alle.

Mit den Stimmen von CDU und Grünen beschloss der Umweltausschuss des Kreises Ostholstein im Februar 2021 als Reaktion auf die von uns gezeigten Lösungsmöglichkeiten, künftig seltener (! ja wirklich) in der AG Klimaschutz zu beraten. Ganze 2 Sitzungen pro Jahr sind nun angesetzt (zuvor 4). Begründung: Wenn weniger Sitzungen stattfänden, komme man schneller voran (!). Zuvor war die letzte Sitzung „aus Mangel an Themen“ ausgefallen, obwohl Parents und Fridays for Future eine ganze Liste an Chancen zur Verbesserung und damit möglicher Themen im Sommer 2020 präsentiert hatten. Auch die Jahresterminplanung  für die Sitzungen, wichtig für jeden Teilnehmer wurde Stand März 2021 zurückgehalten, Teilnehmer können deshalb nicht planen.

Ein Antrag der SPD, häufiger zu tagen und Klimaschutz auch in jede Sitzung des Umweltausschusses aufzunehmen wurde vom Umweltausschussvorsitzenden (Grüne) nicht einmal zur Abstimmung aufgerufen und somit eine demokratische Abstimmung „vermieden“.

Vom Klimaschutzexperten der CDU Kreistagsfraktion wurden Parents und Fridays for Future wiederholt mit dem Vorwurf der Lüge konfrontiert und Klimaschutz wurde als Wehwehchen bezeichnet.

Wir treten dafür ein, bei Problemlösungen nicht mit Vorwürfen, sondern offen problemlösungsorientiert zusammenzuarbeiten und nennen die Vorwürfe und Sachlage deshalb hier:

1. Parents for Future stellte fest, dass Ostholstein im Klimaschutz bisher wenig erfolgreich war. CDU/ Grüne sahen dies als fehlende Anerkennung, da Ostholstein sehr erfolgreich sei (lt. einer gemeinsam erstellten Beschlussvorlage).

Der Ostholsteiner-Anzeiger berichtet zur Sachlage im Januar 2021: Ostholstein ist Schlusslicht bei der Entwicklung zur Klimafreundlichkeit. Basis ist die Landesweite Messung des Fortschritts im Klimanavi des Landes SH.

2. Parents for Future stellte fest, dass die Energieeffizienz der Müllverbrennung in Neustadt sich jahrelang nicht entwickelt hat und dass viel Energie ungenutzt bleibt und drängt daher, die Energie künftig besser zu nutzen. (In der Kieler Müllverbrennung wird mehr als doppelt so viel Energie aus der gleichen Abfallmenge genutzt.)

CDU und Grüne bezeichnen dies als falsch und behinderten seit Mitte 2020 den Bericht der Müllverbrennung Neustadt zur Entwicklung der Effizienz, der die Sachlage klären kann. (Unterlagen wurden den Ausschussmitgliedern nicht zur Vorbereitung gegeben. Die fehlenden Berichtsinhalte zur Effizienzentwicklung wurden trotz Hinweisen nicht nachgefragt. Einwohnerfragen zu den Berichtslücken wurden nicht protokolliert, ein Einspruch zum Protokoll wurde abgewehrt.) Erst ein Antrag der Opposition ermöglichte nun den Bericht zur Energieeffizienzentwicklung. Er bestätigt die Chance und Notwendigkeit zur Verbesserung und unsere Sicht als korrekte Faktenlage:

Demnach hat sich die Kennzahl R1 (Energieeffizienz) in der Müllverbrennung in Neustadt in 8 Jahren von 0,75 auf 0,69 REDUZIERT. (Vergleichswert Kiel: 1,32)

Neuerdings gibt es Pläne, die Energienutzung bei der Müllverbrennung im Kreis OH zukünftig zu verbessern; wir hoffen es gelingt, denn die Pläne enthalten bisher keine konkreten messbaren Ziele oder Termine, deren Ergänzung PFF deshalb dringend empfiehlt.

Im aktuell neu zu entwickelnden Klimaschutzkonzept des Kreises ergibt sich die Chance, das Ruder herumzureißen um Ostholstein auf Kurs Zukunft Klimafreundlich zu bringen. Die nächste Sitzung ist am 18.3.2021.

Parents for Future ist stets offen für einen konstruktiven Dialog. Dies schließt notwendige Kritik mit ein, damit Chancen zur Verbesserung gefunden werden.

 

Klimaschutz Kreis OH:
Auf Worte müssen Taten folgen

14.12.2020 - Gemeinsame Pressemitteilung von Fridays for Future Ostholstein und Parents for Future Ostholstein:


Fridays for Future und Parents for Future fordern aktivere Rolle von Landrat Sager und vom Kreistag.

Der Kreis Ostholstein wird sein Klimaschutzkonzept in 2021 weiterentwickeln, um deutlich mehr Wirkung zu erreichen. Vertreter von Fridays for Future und Parents for Future begrüßen diese Pläne und mahnen gleichzeitig an, auch konsequent zu handeln. „Planen, Reden und tatsächliches Handeln sind noch nicht zusammen“, so David Gutzeit, Vertreter von Fridays for Future Ostholstein (FFF).

Der Kreis habe gute Möglichkeiten, ca. 30% der Gesamtentwicklung zur Klimaneutralität, selbst zu schaffen. Voraussetzung sei, im eigenen Verantwortungsbereich, zu dem auch die Beteiligungen des Kreises gehören, konsequent zu handeln. In der AG Klimaschutz des Kreises OH haben Fridays for Future und Parents for Future entsprechende Lösungswege gezeigt.

Zu den Lösungen gehört z.B. die Effizienzverbesserung in der Müllverbrennung in Neustadt, die bisher die Verbrennungswärme aus der Abfallverbrennung (s.g. thermische Verwertung) nur wenig nutzt. Künftig sollten aus der bisher vergeudeten Abwärme bei gleicher Abfallmenge ca. 3.000 zusätzliche Haushalte mit Fernwärmeheizung versorgt werden. Dem steht bisher die Stadt Neustadt kritisch gegenüber. Die eigenen Stadtwerke verkaufen bisher fossiles und damit klimaschädliches Erdgas zum Heizen. Vorhandene Wärme aus der Abfallverbrennung bleibt bisher leider ungenutzt. Die ungenutzte Wärme verteuert nebenbei auch die Müllgebühren für alle Ostholsteiner.

Foto: Hauke Hille

Foto: Hauke Hille

David Gutzeit von Fridays for Future hierzu: Wir bitten Landrat Sager, eine Vermittlerrolle zu übernehmen. Ziel ist eine Klimaallianz der Stadt Neustadt mit der Müllverbrennungsanlage des ZVO, um die überschüssige Restwärme endlich nicht mehr ungenutzt in die Luft zu blasen, sondern sinnvoll nutzen zu können. Gleichzeitig könnte so der Einstieg in erneuerbare Wärme gelingen, für die Wärmenetze und z.B. Saisonspeicher benötigt werden.

Die Steuerungsgruppe für den Klimaschutz im Kreis OH habe in 2020 noch viele weitere Lösungen entwickelt, die in die Umsetzungsphase eintreten könnten. Leider habe die Verwaltung des Kreises Ostholstein mit einer „Vollbremsung“ reagiert: Die Anzahl der Sitzungen der Steuerungsgruppe wurde für 2021 von 4 auf 2 pro Jahr reduziert. Die geplante Novembersitzung 2020 fiel sogar komplett aus, Begründung: „Mangel an Themen“. Das passt leider „wie Faust aufs Auge“, so Annette Kroll, Vertreterin von Parents for Future.

Der Umbau zur Klimaneutralität, zu dem der Kreis öffentlich mit Worten steht, solle sich künftig im Handeln und an messbaren Fortschritten zeigen. David Gutzeit: „Wir fordern Landrat Sager als Chef der Kreisverwaltung auf, den Mitarbeitern seines Hauses eindeutige Handlungsleitlinien zu geben, damit die Entwicklung zur Klimaneutralität künftig auf allen Ebenen der Kreisverwaltung aktiv gefördert statt gebremst wird. Dazu gehört eine höhere Schlagzahl, z.B. auch mehr Sitzungen der Steuerungsgruppe und nicht weniger.“

Auch die KreispolitikerInnen müssten bei der politischen Steuerung der Entwicklung noch nacharbeiten: Der Kreistag ist gesetzlich laut Kreisordnung SH seit 2016 verpflichtet, in einem Beschluss die „Grundsätze des Berichtswesens“ festzulegen. Darin bestimmen die PolitikerInnen wie sie die Entwicklung bei der Energiewende und im Klimaschutz steuern und welche Berichte mit z.B. welchen Kennzahlen sie dazu brauchen. Das wurde im Kreis OH bisher versäumt.
Erst wenn die Vertreter der politischen Parteien im Kreistag dies regeln, kann die Veränderung politisch professionell gesteuert werden.

Der Umbau zur Klimaneutralität kommt. Ob Ostholstein dabei Vorreiter oder Nachzügler wird, dass bestimmt auch den wirtschaftlichen Erfolg der Region. „In der AG Klimaschutz des Kreises OH würden wir sehr gerne mehr Akteuere sehen, aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus und Gesellschaft sehr, die den Umbaus zur Klimaneutralität aktiv mitgestalten möchten.“, so Annette Kroll von Parents for Future. Dieser Umbau bietet viele Chancen, z. B. eine hohe lokale Wertschöpfung und somit sichere Arbeitsplätze und einen guten Lebensstandard im Kreis, auch für die zukünftigen Generationen.

 

Mahnwache und Übergabe der Forderungen an den Kreis Ostholstein


Am Freitag, 23.10.20 findet vor dem Kreisverwaltungsgebäude in Eutin während einer von 12.00 bis ca. 12.30 Uhr stattfindenden Mahnwache die Übergabe der auf der Demo angekündigten Forderungen an den Kreis Ostholstein statt. Landrat Sager wird diese entgegen nehmen und wir hoffen auf Euer zahlreiches Erscheinen. Die Hygiene-Vorschriften sind selbstverständlich einzuhalten.

Weiter hatte Fridays for Future Ostholstein die Idee, ein kreisweites Bündnis der verschiedenen For Future Gruppen zu schließen. Nächste Woche Dienstag findet dazu um 16.00 Uhr eine Zoom-Konferenz statt. Der Link wird zuvor per Email verschickt bzw. besteht auch die Möglichkeit, in eine entsprechende WhatsAppGruppe aufgenommen zu werden.

Es wäre klasse, wenn möglichst viele Ortschaften vertreten wären. Bei Interesse könnt Ihr euch bei uns melden.

 

Der Klimamanager Eutins hat stramme Ziele!

Bei dem Treffen gestern am 19.10.2020 mit Johannes Wolgast, dem neuen Klimamanager von Eutin waren acht Vertreter der Eutiner Future-Gruppen, vier Parents for future und vier Fridays for future angetreten. Es war sehr wichtig sich kennengelernt zu haben. Beide Seiten hatten einen gemeinsamen Tisch vorgeschlagen, für gute Zusammenarbeit. Herr Wolgast hat die Vorstellung, dass er es wichtig fände, alle kennenzulernen und zwar bald. Annette Kroll von den Parents wollte schon eine Terminierung habe Herr Wolgast jedoch wollte sich zunächst nicht auf ein Datum festlegen.

Wolgast hat sich sehr zeitnahe Ziele gesetzt.
Die Future-Gruppen gingen aus dem Treffen mit Johannes Wolgast sehr positiv gestimmt heraus und glauben, dass er die Sache sehr kompetent vorantreiben kann.


Ein Anschreiben mit der Bitte um einen Termin Ende November geht in den nächsten Tagen raus. Wäre super, wenn das klappt.

 

Demo 20.09.2019
Foto: Hauke Hille

Wir haben gestreikt!

Trotz des schlechten Wetters hatten sich wieder ca. 100 Menschen zur Demo eingefunden. Mit Abstand und Mund/Nasenbedeckung ging es vom Wasserturm ging es durch die Wilhelmstraße, Holstenstraße, Riemannstraße, Plöner Straße, Elisabethstraße, Bürgermeister-Steenbock-Straße, Lübecker Landstraße, Lübecker Straße zum Kreisgebäude.

Landrat Saager nahm die Forderungen der Firdays for future Eutin entgegen und versuchte in seiner Ansprache das schon geleistete hervorzuheben. Zuvor hatte Tilo Hegenberg von den Parents for future Eutin in einer mitreißenden Rede auf Missstände hingewiesen und Möglichkeiten aufgezählt wo etwas getan werden kann.

Demo 25.09.2020
Protestmarsch in der Elisabethstraße

 

Demo 25.09.2020
Landrat Saager nimmt die Forderungen entgegen

 

Es ging weiter zum Markt. Auf der Schlusskundgebung wurde den Anwesenden deutlich gemacht, dass das Klima für alle auf der Kippe steht, alle können und müssen etwas tun.

Ein 25 Meter langes Banner vor dem Rathaus machte die Klimaerwärmung der letzten 50 Jahre deutlich. Die Farbstreifen symbolisieren jeweils ein Jahr und sind nach dem Vorbild der von dem Klimatologen Ed Hawkins visualisierten wissenschaftlichen Daten als Klimastreifen zusammengestellt.

 

Der Streik am 25.09.2020 steht vor der Tür!

10.30 am Wasserturm

Die Genralprobe auf dem Kirchplatz hat schon gut geklappt. Wir zeigen auf dem Markt die Klimastreifen der letzten 50 Jahre. Ein 25 Meter langes Banner benötigt 10 Personen um es gut sichtbar zu halten. So können die Coronaconformen Sicherheitsabstände eingehalten werden.

Klimastreifenbanner 25 m lang

Erklärzettel vorne

Auch an der Generalprobe der Musik AG von Fridays for future Eutin beteiligten sich spontan Mitglieder der Parents.

Musik AG Generalprobe

 

Schlechte Nachricht für Windkraftgegner

Windenergie ist die Energie der Zukunft. Leider sterben immer wieder Vögel und Fledermäuse durch die Rotoren, was Tierschützer, Windkraftgegner und Kohlekraftwerkbefürworter auf den Plan ruft um Windkraftanlagen zu verhindern. Jetzt zeigen Forscher vom Norwegian Institute for Nature Research eine einfache Lösung. In Labor- und Feldversuchen konnten sie die Unfälle mit Tieren an Windrädern um 70% senken in dem sie eines der drei Rotorblätter schwarz anstrichen.

Die Bewegungsunschärfe wird durch eine größere Kontrastwirkung verringert, die Vögel können die Windräder leichter erkennen und ausweichen. Auch Kollisionen mit den Türmen der Windkraftanlagen können durch einen kontrastreichen Anstrich deutlich verringert werden.

»Ecology and Evolution« »spektrum.de /schwarze-rotorblaetter-verringern-vogelsterben«


Unsere Abgeordneten in Berlin gefagt:

"Entgegen offizieller Bekenntnisse der Bundesregierung zum Klimaschutz und zur Energiewende hat die Regierungskoalition im November 2019, ohne größere Beachtung in der Öffentlichkeit, die Finanzmittel für die angewandte Energieforschung für die nächsten drei Jahre drastisch gekürzt. Von diesen Kürzungen sind primär Forschungsprojekte zur Entwicklung neuer Technologien, Verfahren und Methoden für erneuerbare Energien und Speichertechnologien betroffen, die die Basis für die Energiewende bilden.

Quelle: https://www.scientists4future.org/2020/02/s4f-wendet-sich-gegen-dramati…

Haben Sie auch für diese Kürzung gestimmt?
Können Sie mir erklären, warum in diesen Zeiten so etwas entschieden wird?

Ich sehe wie in den USA die Forschschung um den Klimawandel behindert wird, das sollte bei uns doch eigendlich besser laufen.

 

Sylvia Kotting-Uhl (DIE GRÜNEN) antwortete:

Vorsitzende im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Die Forschung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz leistet einen zentralen Beitrag zum Gelingen der Energiewende,  - Lesen Sie weiter

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/sylvia-kotting-uhl/fragen-antworten/327391

Bettina Hagedorn (SPD) antwortete:

Sie beziehen sich in Ihrer Anfrage auf Angaben von „scientists4future“, die – um es vorweg zu nehmen – im Ergebnis falsch sind.  - Lesen Sie weiter

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/bettina-hagedorn/fragen-antworten/327413

Ingo Gädechens (CDU) antwortete:

Tatsächlich kam es im Rahmen der Haushaltsberatungen zu einer ganzen Zahl von Änderungen an der einschlägigen Haushaltsstelle zur Energieforschung. - Lesen Sie weiter

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/ingo-gaedechens/fragen-antworten/327390

Axel Gerke (AfD) antwortete:

Wir haben den Änderungsantrag zum Bundeshaushalt gestellt, der eine Erhöhung für die weitere Erforschung von Kernspaltungstechnologien vorsah. - Lesen Sie weiter

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/axel-gehrke/fragen-antworten/327389

Und Prof. Dr. Volker Quaschning  und Dr. Harald Drück von "scientists4future" sagten zu diesen Antworten, mit Erlaubnis der Weiterleitung an die Abgeordneten.

Bettina Hagedorn

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/bettina-hagedorn/fragen-antworten/506518

Ingo Gädechens

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/ingo-gaedechens/fragen-antworten/506622

Veranstaltungen

Wir wollen wieder auf die Straße!

19.03.2021

Weltweiter Klimastreik auch in Eutin

 

21. März 2021 | Eutin

Sonntags am frischen Wasser

Online-Gottesdienst zum Thema Gerechtigkeit und Klimawandel

„Verhilf mir zu meinem Recht, Gott", so beginnt Psalm 43, der an Judika, dem fünften Sonntag der Fastenzeit traditionell eine besondere Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht dann das Thema Gerechtigkeit.
 

Online Gottesdienst aus Eutin - Pn. de Oliveira Gloria und P. Hanfstängl
Online Gottesdienst aus Eutin - Pn. de Oliveira Gloria und P. Hanfstängl

Das gilt auch für den Online-Gottesdienst des Kirchenkreises aus der Reihe „Sonntags am frischen Wasser", der am Sonntag, 21. März ab 10.30 Uhr über www.kirchenkreis-ostholstein.de abrufbar ist.

Ist es gerecht, dass die Industrienationen weiter Kohlendioxid in die Atmosphäre pusten, während es vor allem arme Länder und Inselstaaten sind, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind?

Kann der Glaube Kraft geben, um nicht an den Herausforderungen des Klimawandels zu verzweifeln?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die Eutiner Pastorin Angelika de Oliveira Gloria und Pastor Michael Hanfstängl, zuständig beim Kirchenkreis für Mission, Ökumene und Gerechtigkeit. Zu Wort kommen außerdem Jugendliche der Bewegung Fridays for Future sowie Eltern von Parents for Future. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen von Kantorin Antje Wissemann. Aufgezeichnet wurde der Gottesdienst in St. Michaelis in Eutin.

 

Online Gottesdienst aus Eutin fridays for future © Pönitz TV
Online Gottesdienst aus Eutin fridays for future © Pönitz TV

 

Wir sind wieder nicht da!

Natürlich hielten wir bei unseren Treffen die Corona-Regeln ein. Abstand halten und Maske tragen waren selbstverständlich. jetzt geht es erst einmal wieder nicht.

Wir freuen uns auf Eure neue Termine.

 Ich wünsche euch viel Spaß und bleibt gesund!

Treffen online

Anfragen unter:

04521-849696

oder per mail eutin@parentsforfuture.de

 

Treffen der Parents for Future zur Zeit nicht möglich!

Im Haus der Begegnung,

Am Schlehenbusch 8, 23701 Eutin

jeden ersten Montag im Monat 16.30 Uhr

Jeder ist willkommen!

Infos

 

Erreichbarkeit

Wir sind bei Facebook

Außerdem erreicht Ihr uns per Email: eutin@parentsforfuture.de

 

Interessante Links

fffeutin

fridaysforfuture

artistsforfuture

scientists4future

studentsforfuture

bundesweites-oekumenisches-netzwerk-klimagerechtigkeit

entrepreneurs4future

psychologistsforfuture

sueddeutsche.de - fridays for future - die welt steht auf

https://parentsforfuture.de/de/ostholstein

https://germanzero.de

Was kannst du fürs Klima tun?

Wir haben Tipps zusammengestellt, wie du als Privatperson deinen CO2 Fußabdruck verbessern kannst. Kleinigkeiten, an die man enfach noch nicht gedacht hat. Gerne kannst du uns auch deine eigenen Tipps zukommen lassen.

 

Einfach mal ohne Auto

Für viele Strecken kann man das Fahrrad oder den ÖPNV nutzen. Zu Fuß ist man auf kurzen Stercken oft schneller als mit dem Auto.

Im Inland mit der Bahn

Verzichte bei Inlandsreisen auf Flüge und fahre stattdessen mit der Bahn.

Regional und saisonal kaufen

Du kannst Deinen eigenen C02-Fußabdruck durch die Ernährung deutlich beeinflussen. Kaufe saisonale und regionale (Bio-)Produkte, möglichst fleischreduziert, vegetarisch oder vegan.

Im Haushalt Strom sparen

Lösche das Licht, wenn du einen Raum veläßt,
koche immer mit Topfdeckel (wenn den nicht gerade Deine Kinder zum Lärmen mit auf die Demo genommen haben),
verzichte auf Vorwäsche,
rüste Beleuchtung auf Energiesparleuchten und LED-Lampen um,
achte beim Kauf von Elektrogeräten auf die Energieeffizienzklasse,
je höher sie ist, desto mehr Strom wird gespart,
schalte Stand-by-Geräte ab,
taue Gefrierschränke regelmäßig ab,
schalte beim Kochen die Herdplatte schon vor dem Ende der Garzeit ab,
koche mit  "Nachhitze" zu Ende,
benutze Waschmaschinen und Geschirrspüler nur mit voller Beladung.

Im Haushalt Heizenergie sparen

Ziehe einen Pullover an, statt die Heizung höher zu drehen,
lüfte stoßweise und nicht dauerhaft auf Kippstellung.

 

 

Musik und Filme, CDs und DVDs kaufen oder besser noch ausleihen.

Derzeit gehen 10% des produzierten Stroms weltweit ins Internet. Davon 60% wiederum fürs streamen. Die Server von Amazon, Netflix und Co. Stehen in den USA oder Kanada, dort kommt die Energie meist noch aus Kohle- oder Atomkraft.

Die Kreisbibliothek kostet höchstens 16,00 € im Jahr - Preise

Raus aus dem Konsumzwang

Klimaschutz kann sogar Geld sparen! Nutze deine Kleidung und viele andere Dinge einfach länger oder versuche sie zu reparieren. Auf Flohmärkten oder second hand gibt es viele gute, gebrauchte Dinge zum Schnäppchenpreis.

Die schönsten Tage im Jahr

Auch beim Urlaub kannst du gegen eine Flugreisen oder Kreuzfahren entscheiden und einen sinnvollen Beitrag fürs Klima leisten. Deutschland ist so schön! Ist ein Flug nicht zu vermeiden, gibt es Möglichkeiten diesen zu kompensieren - www.atmosfair.de

Im Internet suchen und Bäume pflanzen - Ecosia

Nutze den Browser Ecosia zur suche und unterstütze durch die Nutzung weltweite Klimaschutzprojekte - www.ecosia.org

Kein Plastik und Mikroplastik

Zum Einkaufen direkt eine Tasche mitnehmen, statt eine Plastiktüte zu kaufen verringert das Palstikaufkommen. Achte auf Mehrwegverpackungen.

Microplastik steckt in Putzmitteln,Kosmetik und Zahnpasta, schau genau hin.

Zu Ökostrom wechseln

Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter hilft raus aus der Kohle und verbessert das Klima. So können wir die Industrie zum Umdenken bewegen. Tipps und Idee findest du unter - ParentsForFuture - Stromanbieterwechsel.

Klimaschutz steckt auch im Geld

Viele nachhaltige Kreditinstitute, führen ihre Geschäfte nach sozialen und ökologischen Aspekten durch. Informationen findest du hier https://utopia.de/ratgeber/alternative-gruene-bank/

Selbst aktiv werden und mach mit!

Du kannst etwas bewegen! Komm zu den Demonstrationen von Fridays For Future und Parents For Future oder zu unserer Gruppe. Termine findest Du oben rechts.

Weiterführende Infos/Links

Demo 20.09.2019
Foto: Hauke Hille

Die Atlanten der Heinrich Böll Stiftung

Diese Atlanten vermitteln Wissen in besonders kompakter und anschaulicher Form.

Plastik-, Energie-, Konzern- Fleisch-, Meeres-, Insekten- und Mobilitätsatlas,

Hier finden Sie bisherige Ausgaben zum Download und die zugehörigen Online-Dossiers mit Beiträgen, Infografiken, Videos und Podcasts.

https://www.boell.de/de/die-atlanten-der-heinrich-boell-stiftung

 

Statement von PFF am 29.11.19, von Angelika de Oliveira Gloria

Fridays for Future – was eine Stockholmer Schülerin begonnen hat, ist nun eine weltweite Bewegung. Längst ist es keine reine Veranstaltung von Kindern und Jugendlichen mehr: Sie wird getragen von allen Generationen. Auch in Eutin.  - Lesen Sie mehr!

 

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Ihr seid Teil einer riesigen Bewegung.  Ihr habt mutig und aktiv schon viel bewegt. Bitte, macht weiter!

Wir, die Ortsgruppe Parents for Future Eutin-bekunden hiermit, dass wir die Bewegung Fridays for Future unterstützen.  - Lesen Sie mehr!

 

Klimaforscher Tobias Bayr in der Johann-Heinrich-Voss-Schule

Eutin, den 21.02.2020

Vom GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel kommt Herr Tobias Bayr und ist dort im Forschungsbereich 1: Ozeanzirkulation und Klimadynamik - FE Maritime Meteorologie tätig. Seine besonderen Interessen sind der menschgemachter Klimawandel, Walker Zirkulation und El Niño/Southern Oscillation (ENSO), Muster der Klimavariabilität und EOF Analyse. In Schleswig Holstein ist er der Koordinator von Scientists for Future.


https://www.geomar.de/index.php?id=tbayr 



https://www.scientists4future.org/
 

In einem anschaulichen Vortrag machte Herr Bayr deutlich, wie sich der Klimawandel heute schon bemerkbar macht und wie die Zukunft aussehen wird, wenn nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden. Es sind die Industrienationen, die etwas tun müssen, je höher der Lebensstandart, desto höher ist auch die Verschmutzung durch CO2. Das globale Denken bleibt leider häufig auf der Strecke, zum Schaden des Klimas. Der in vielen Ländern wachsende Nationalismus „America first“ wird immer auf den Rücken der Schwächeren ausgetragen. https://www.zdf.de/dokumentation „Es ist ein langer Weg, die Einsicht der Menschen zu ändern“ meinte Bayr und brachte als Beispiele die Sklaverei und das Frauenwahlrecht. Es müssen immer drei Phasen durchlaufen werden, 1. „Gibt es nicht“, 2. „Man könnte, aber“ und 3. „Man macht es“. Dazu lobte er die „fridays-for-future-Bewegung“, die deutlich dazu beigetragen hat, dass wir den Schritt von Phase 2. zu 3. schaffen könnten.

Die anschließende Fragerunde brachte hervor, dass viele Jugendliche gute Ansätze haben, sie sind gut informiert. Schüler wiesen darauf hin, dass in der Politik vieles im Argen liegt. Das Klimapaket der Bundesregierung ist ihnen viel zu lasch, der CO2 Preis viel zu niedrig.

Aber nicht in den Köpfen aller Schüler ist das Thema richtig angekommen, bei dem einen ist es die Hoffnung auf die Technik, CO2 aus der Luft wieder in Brennstoff zu wandeln, bei dem anderen die Bequemlichkeit, das Leben nicht nach den Möglichkeiten einzurichten. Ein Bus fährt nicht, wenn man fahren will, man muss schon den Bus nehmen, wie es der Plan hergibt. Auch die zu hohen Fahrpreise waren ein Argument, nicht auf den ÖPNV umzusteigen.

Bild entfernt.

Ist Bus fahren wirklich so teuer?

Eutin, den 21.02.2020

Zwei Beispiele

Jeep

https://www.kfz-steuer-online.de/kfz-suche/jeep/compass/compass-2-0-crd-limited/

Smart

https://www.kfz-steuer-online.de/kfz-suche/mercedes-benz-daimler/fortwo/fortwo-coupe-0-9-turbo/

Eine Einzelfahrkarte kostet in Eutin 1,90 €

Für die Unterhaltskosten eines Jeep Compass 2.0 CRD Limited könnte man 559 Mal im Monat mit dem Bus fahren, 18,5 Mal pro Tag! Bei einem Smart fortwo coupe 0.9 turbo währen es immer noch 193 Fahrten, 6,3 Mal am Tag. Eine Monatskarte für das Stadtgebiet kostet im Abo 33,83 €.

Von Sielbeck bis Neudorf zahlt man 2,70 €
Monatskarte im Abo kostet 50,83 €

Von Schönwalde bis Neudorf = 4,90 € = 217 bzw. 74 Busfahrten
Monatskarte im Abo kostet = 85,-- €

Von Bujendorf bis Neudorf = 3,30 € = 322 bzw. 111 Busfahrten
Monatskarte im Abo kostet = 65,33 €
Auch Malente, Süsel usw.

Von Oldenburg/Holst. bis Neudorf = 7,45 € = 143 bzw. 49 Busfahrten
Monatskarte im Abo kostet = 106,-- €

Die Fahrt mit einem Taxi vom Mörken in Fissau zur Voss-Schule kostet ca. 8,-- €.

Klimagipfel 2019

Wissenschaftler warnen, Jugendliche gehen auf die Straße aber die Politik tut wieder nichts! Keine konkreten Aussagen, die Klimakonferenz in Madrid hat wieder nur schwache Ergebnisse gebracht. Wenn viele Länder nur an sich denken, müssen jetzt die handeln, die wirklich etwas wollen. Das scheinen ja zur Zeit nur die Jugendlichen von Fridays for future zu sein und die vielen future-Gruppen, die sich rundherum gegründet haben.

Betrug an den Menschen in aller Welt

„Die Beschlusstexte sind völlig inakzeptabel“ sagte Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan in Madrid. Denn die chilenische Präsidentschaft Konferenz lässt zu, dass speziell die USA, Brasilien, Australien und Japan das Pariser Klimaabkommen auseinandernehmen anstatt es  zu schützen. Die Formulierungen werfen die Welt um Jahre zurück, man muss jetzt die Herausforderungen des Klimawandels annehmen und bewältigen.

Es gibt kein Bekenntnis zu einer Steigerung des Klimaschutzes.

Die Wissenschaftlerorganisation Union of Concerned Scientists, die Hilfsorganisation Action Aid, die Klimareferentin von Brot für die Welt und die Umweltschutzorganisation Germanwatch bezeichneten den Beschlusstext als ungerecht unmoralisch und katastrophal. Treibhausgasverursachende reiche Länder müssen endlich auf den Ruf der Jugend in aller Welt hören. Die dort enthaltenen Formulierungen werfen die Welt um Jahre zurück.

Ablasshandel für Klimaverschmutzer

Deutschland und etliche weitere Staaten forderten Mindeststandards für den
internationalen Handel mit Klimaschutzgutschriften und ein Nutzungsverbot alter
Gutschriften. Die internationale Zusammenarbeit soll Ländern die Möglichkeit geben, im Ausland finanzierte Maßnahmen zur CO2-Minderung sich selbst anzurechnen. Deutschland könnte Solarkraft in einem Entwicklungsland finanzieren und sich die Emissionseinsparung gutschreiben lassen, übererfüllte Ziele können als Gutschriften verkauft werden. So können sich die Dreckschleuderländer freikaufen. „Ich mache weniger Dreck, dafür darfst Du mehr, wenn Du bezahlst.“

Wieder vertagt

41 Stunden später als geplant endete der Gipfel. Vieles stand schon vor einem Jahr beim Klimagipfel in Polen auf der Tagesordnung und wieder konnte man sich nicht einigen. Die Verhandlungen auf den nächsten Gipfel 2020 verschoben. Vertane Zeit, Das Klima kann man nicht vertagen, es muss jetzt gehandelt werden.

 

 

Am Rande des Klimagipfels

Klimafreundliche Investoren.

631 Großinvestoren verlangten das Aus für alle Kohlekraftwerke und eine schnelle CO2-Bepreisung in einem Appell an die Staats- und Regierungschefs der Welt.
Ohne das große Geld geht es nicht, fast 200 europäischen Großanleger, die sich als
Institutional Investors Group on Climate zusammenschlossen sprechen sich aktiv für einen strengeren Klimaschutz aus. In einem Interview mit dem Spiegel online erklärte die Chefin der Gruppe Stephanie Pfeifer, warum diese großen Investoren stärker auf den Klimaschutz setzen.

Den meisten geht es natürlich um ihre eigenen Finanzen, der Klimawandel sorgt für
unvorhersehbare Risiken und bedroht das Wirtschaftswachstum. Immer höhere
Schadenszahlungen für Naturkatastrophen müssten Versicherungskonzern leisten,
Klimawandel kann dauerhaft Wachstum schaffen. Bei einer emissionsarmen Weltwirtschaft entstehen unzählige Geschäftschancen.

Das Ganze Interview

Eine künstliche Windpark-Insel vor Dänemark

Dänemark, will bis 2030 Treibhausgasemissionen um 70 Prozent zu verringern und bis 2050 klimaneutral sein. Eine künstliche Insel mit riesigen Hochsee-Windparks soll erneuerbaren Strom im großen Stil erzeugen und die Energie zu speichern. Eine Spitzenleistung von 10 Gigawatt soll erreicht werden. Energieminister Dan Jørgensen versprach dieses am Rande der Weltklimakonferenz in Madrid. 200 bis 300 Milliarden dänische Kronen wird das Projekt kosten. Es soll schon vor 2030 in Betrieb gehen.
Die Dänen möchten auch ausländische Geldgeber und Partner mit ins Boot holen, beispielsweise den Windanlagenbauer Siemens Gamesa.

Bericht in der TAZ