Kreis Ostholstein

Macht mit für das Klima

Willkommen bei den Parents For Future Eutin

Wir sind eine Gruppe von Eltern, Großeltern und anderen erwachsenen Menschen, die in Solidarität zur Fridays For Future Bewegung stehen. Unser Ziel ist es, die jungen Menschen in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik zu unterstützen. Die Gruppe ist offen für ALLE erwachsenen Unterstützer*innen – ob sie nun selbst Kinder haben oder nicht.

Statement zum Aktionstag "Eine Autobahn am Meeresboden versenkt das Klimaziel" am 26.06.21 auf Fehmarn

 

 

Am Samstag, 26.06.21 fand auf Fehmarn der Aktionstag gegen eine Feste Fehmarnbeltquerung unter dem Motto "Eine Autobahn am Meeresboden versenkt das Klimaziel" statt.

 

Die Parents for Future Ostholstein stehen seit dem vergangenen Jahr in einem stetigen und regelmäßigen Austausch mit der AG Belt-Hamburg und anderen Gegnerinitiativen und haben sich den Protesten gegen eine Feste Fehmarnbeltquerung und deren geplante Schienenhinterlandanbindung, sowie für eine nachhaltige Region angeschlossen. Sie haben die Vorbereitungen des Aktionstages z. T. unterstützt, konnten jedoch nicht vor Ort sein. Es ergeht daher folgende Stellungnahme:

Das Bundesverfassungsgericht hat höchstrichterlich geurteilt, dass das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung die Freiheitsrechte künftiger Generationen nicht ausreichend schützt. Ebenso verhält es sich mit dem jetzt neu beschlossenen Klimaschutzgesetz.

 

Wie sich aus der vor ein paar Tagen veröffentlichten Vorausschau auf den 6. Bericht es IPCC entnehmen lässt, sind wir seit den 1980ern nach wie vor auf einem globalen Erderwärmungskurs von 3 – 5° C, wenn wir weiterhin ungebremst CO2 emittieren.

Dies hätte verherrende Folgend für unser Dasein als Menschheit, jedoch vernichtende Auswirkungen auf Menschen im globalen Süden, welche schon gestern und heute mit den katastrophalen Folgen der Erderhitzung zu kämpfen haben.

 

Aufgrund dieser Tatsachen stellen wir erstrecht die Sinnhaftigkeit eines “Business as Booming”-Projektes, basierend auf einem nicht zukunftsfähigen Wirtschaftsmodell des 20. Jahrhunderts, in Frage. Das 21. Jahrhundert bedarf eines anderen Wirtschaftens. Modelle wie die Donut Ökonomie, einer Postwachstumgesellschaft, etc. sind schon lange vorhanden. Wachstum im 21. Jahrhundert muss Erhalt unserer Lebensgrundlagen sowie die Gesundheit aller Menschen vordergründig im Blick haben.

Wasserstoffträume und der einseitige “Weitblick” der Belt-Projektbefürworter sind absurd, da auch auf neue Handelsrouten über eine eisfreie Arktis gesetzt wird. Das Schmelzen des arktischen Eises ist jedoch eine direkte Folge der Erderwärmung und zählt zu den Kipppunkten. Gerade ein Überschreiten dieser ist unbedingt zu vermeiden.

 

Der Bau des Ostseetunnels und einem mehr als 55 km Schienenneubau im Hinterland, wird nicht nur die notwendige Mobilitäts- und Verkehrswende mit reduzierten Verkehrsströmen verhindern, sondern auch die nachhaltige und gesunde Region, welche das jetzt schon überlastete Ökosystem Ostsee mit einschließt,. Die dafür verauslagten finanziellen Aufwändungen werden dringend für einen sozial-ökologischen Umbau hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft benötigt.

 

Da lediglich der Bau des Tunnels genehmigt, jedoch das Planfeststellungsverfahren für die deutsche Schienenhinterlandanbindung jetzt erst beginnt, fordern wir die Politik auf, auf einen sofortigen Stopp jeglicher Baumaßnahmen, die mit dem Gesamtprojekt in Verbindung stehen, hinzuwirken.

Die Bundesregierung muss den globalen Notstand mit seinen Krisen ernst nehmen und diese anerkennen. Unter dem Aspekt des uns nur noch knappen Zeitrahmens, um entsprechende Schutzmaßnahmen zu beschließen und schnell umzusetzen, fordern wir von der Bundesregierung mutige Schritte. Der 2008 geschlossene deutsch-dänische Staatsvertrag muss neu erörtert, ggf. einseitig aufgelöst werden. Die völkerrechtliche Bindung an das Pariser Klimaabkommen ist daher dem der völkerrechtlichen Bindung, eine Feste Fehmarnbeltquerung zu errichten, in jedem Fall vorrangig zu bevorzugen.

 

Denn wer global “spielen” will, muss auch globale Verantwortung übernehmen und nicht einen selbstvernichtenden Kurs verfolgen.”

 

Parents for Future Ostholstein

 

Klima-Navi für Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holsteins Kreisen und kreisfreien Städten soll jetzt mit einem Klima-Navi https://klima-navi-public.greenited.net der Antrieb gegeben werden, Klimaschutz ernst zu nehmen. Die CO2 Einsparungen liegen zwischen 2,7 und 38,5 Prozent. Der Kreis Ostholstein liegt mit 2,73% am traurigen Ende der Liste.

Die Transparenz und gute grafische Aufarbeitung bietet jedem Bürger und jeder Bürgerin die Möglichkeit zu vergleichen und  aktiv zu werden. So kann der Druck auf die Politik erhöht werden.

Klimaschutz Kreis OH:

Auf Worte müssen Taten folgen

Gemeinsame Pressemitteilung von Fridays for Future Ostholstein und Parents for Future Ostholstein: 14.12.2020


Fridays for Future und Parents for Future fordern aktivere Rolle von Landrat Sager und vom Kreistag.

Der Kreis Ostholstein wird sein Klimaschutzkonzept in 2021 weiterentwickeln, um deutlich mehr Wirkung zu erreichen. Vertreter von Fridays for Future und Parents for Future begrüßen diese Pläne und mahnen gleichzeitig an, auch konsequent zu handeln. „Planen, Reden und tatsächliches Handeln sind noch nicht zusammen“, so David Gutzeit, Vertreter von Fridays for Future Ostholstein (FFF).

Der Kreis habe gute Möglichkeiten, ca. 30% der Gesamtentwicklung zur Klimaneutralität, selbst zu schaffen. Voraussetzung sei, im eigenen Verantwortungsbereich, zu dem auch die Beteiligungen des Kreises gehören, konsequent zu handeln. In der AG Klimaschutz des Kreises OH haben Fridays for Future und Parents for Future entsprechende Lösungswege gezeigt.

Zu den Lösungen gehört z.B. die Effizienzverbesserung in der Müllverbrennung in Neustadt, die bisher die Verbrennungswärme aus der Abfallverbrennung (s.g. thermische Verwertung) nur wenig nutzt. Künftig sollten aus der bisher vergeudeten Abwärme bei gleicher Abfallmenge ca. 3.000 zusätzliche Haushalte mit Fernwärmeheizung versorgt werden. Dem steht bisher die Stadt Neustadt kritisch gegenüber. Die eigenen Stadtwerke verkaufen bisher fossiles und damit klimaschädliches Erdgas zum Heizen. Vorhandene Wärme aus der Abfallverbrennung bleibt bisher leider ungenutzt. Die ungenutzte Wärme verteuert nebenbei auch die Müllgebühren für alle Ostholsteiner.

Foto: Hauke Hille
Foto: Hauke Hille

David Gutzeit von Fridays for Future hierzu: Wir bitten Landrat Sager, eine Vermittlerrolle zu übernehmen. Ziel ist eine Klimaallianz der Stadt Neustadt mit der Müllverbrennungsanlage des ZVO, um die überschüssige Restwärme endlich nicht mehr ungenutzt in die Luft zu blasen, sondern sinnvoll nutzen zu können. Gleichzeitig könnte so der Einstieg in erneuerbare Wärme gelingen, für die Wärmenetze und z.B. Saisonspeicher benötigt werden.

Die Steuerungsgruppe für den Klimaschutz im Kreis OH habe in 2020 noch viele weitere Lösungen entwickelt, die in die Umsetzungsphase eintreten könnten. Leider habe die Verwaltung des Kreises Ostholstein mit einer „Vollbremsung“ reagiert: Die Anzahl der Sitzungen der Steuerungsgruppe wurde für 2021 von 4 auf 2 pro Jahr reduziert. Die geplante Novembersitzung 2020 fiel sogar komplett aus, Begründung: „Mangel an Themen“. Das passt leider „wie Faust aufs Auge“, so Annette Kroll, Vertreterin von Parents for Future.

Der Umbau zur Klimaneutralität, zu dem der Kreis öffentlich mit Worten steht, solle sich künftig im Handeln und an messbaren Fortschritten zeigen. David Gutzeit: „Wir fordern Landrat Sager als Chef der Kreisverwaltung auf, den Mitarbeitern seines Hauses eindeutige Handlungsleitlinien zu geben, damit die Entwicklung zur Klimaneutralität künftig auf allen Ebenen der Kreisverwaltung aktiv gefördert statt gebremst wird. Dazu gehört eine höhere Schlagzahl, z.B. auch mehr Sitzungen der Steuerungsgruppe und nicht weniger.“

Auch die KreispolitikerInnen müssten bei der politischen Steuerung der Entwicklung noch nacharbeiten: Der Kreistag ist gesetzlich laut Kreisordnung SH seit 2016 verpflichtet, in einem Beschluss die „Grundsätze des Berichtswesens“ festzulegen. Darin bestimmen die PolitikerInnen wie sie die Entwicklung bei der Energiewende und im Klimaschutz steuern und welche Berichte mit z.B. welchen Kennzahlen sie dazu brauchen. Das wurde im Kreis OH bisher versäumt.
Erst wenn die Vertreter der politischen Parteien im Kreistag dies regeln, kann die Veränderung politisch professionell gesteuert werden.

Der Umbau zur Klimaneutralität kommt. Ob Ostholstein dabei Vorreiter oder Nachzügler wird, dass bestimmt auch den wirtschaftlichen Erfolg der Region. „In der AG Klimaschutz des Kreises OH würden wir sehr gerne mehr Akteuere sehen, aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus und Gesellschaft sehr, die den Umbaus zur Klimaneutralität aktiv mitgestalten möchten.“, so Annette Kroll von Parents for Future. Dieser Umbau bietet viele Chancen, z. B. eine hohe lokale Wertschöpfung und somit sichere Arbeitsplätze und einen guten Lebensstandard im Kreis, auch für die zukünftigen Generationen.

Foto: Hauke Hille

Wir haben gestreikt!

Trotz des schlechten Wetters hatten sich wieder ca. 100 Menschen zur Demo am 25.09.2020 eingefunden. Mit Abstand und Mund/Nasenbedeckung ging es vom Wasserturm ging es durch die Wilhelmstraße, Holstenstraße, Riemannstraße, Plöner Straße, Elisabethstraße, Bürgermeister-Steenbock-Straße, Lübecker Landstraße, Lübecker Straße zum Kreisgebäude.

Landrat Saager nahm die Forderungen der Firdays for future Eutin entgegen und versuchte in seiner Ansprache das schon geleistete hervorzuheben. Zuvor hatte Tilo Hegenberg von den Parents for future Eutin in einer mitreißenden Rede auf Missstände hingewiesen und Möglichkeiten aufgezählt wo etwas getan werden kann.

Demo 25.09.2020
Protestmarsch in der Elisabethstraße

 

Demo 25.09.2020
Landrat Saager nimmt die Forderungen entgegen

 

Es ging weiter zum Markt. Auf der Schlusskundgebung wurde den Anwesenden deutlich gemacht, dass das Klima für alle auf der Kippe steht, alle können und müssen etwas tun.

Ein 25 Meter langes Banner vor dem Rathaus machte die Klimaerwärmung der letzten 50 Jahre deutlich. Die Farbstreifen symbolisieren jeweils ein Jahr und sind nach dem Vorbild der von dem Klimatologen Ed Hawkins visualisierten wissenschaftlichen Daten als Klimastreifen zusammengestellt.

Auf Fehmarn streiken Jugendliche und Erwachsene zusammen als "fridays for future"

FFFFehmarn

 

Schlechte Nachricht für Windkraftgegner

Windenergie ist die Energie der Zukunft. Leider sterben immer wieder Vögel und Fledermäuse durch die Rotoren, was Tierschützer, Windkraftgegner und Kohlekraftwerkbefürworter auf den Plan ruft um Windkraftanlagen zu verhindern. Jetzt zeigen Forscher vom Norwegian Institute for Nature Research eine einfache Lösung. In Labor- und Feldversuchen konnten sie die Unfälle mit Tieren an Windrädern um 70% senken in dem sie eines der drei Rotorblätter schwarz anstrichen.

Die Bewegungsunschärfe wird durch eine größere Kontrastwirkung verringert, die Vögel können die Windräder leichter erkennen und ausweichen. Auch Kollisionen mit den Türmen der Windkraftanlagen können durch einen kontrastreichen Anstrich deutlich verringert werden.

»Ecology and Evolution« »spektrum.de /schwarze-rotorblaetter-verringern-vogelsterben«

 

Gute Presse für Parents for future Ostholstein und Eutin

Reporter Eutin

 

Vielleicht Nord-Europas größte Umweltsünde

Der Fehmarnbelt-Tunnel bedroht das anfällige Ökosystem Ostsee. Dieser Umweltfrevel kann durch einPlanfeststellungsverfahren, zunehmenden Widerstand der Bevölkerung und auf dem Klageweg noch verhindert werden.

Die Menschen wollen diesen Tunnel nicht, ihnen wird aber weiß gemacht, dass er nicht mehr zu verhindern ist. Er ist keinesfalls eine so ausgemachte Sache, wie die Dänen erscheinen lassen. 

https://beltretter.de/wofuer-wir-kaempfen/

http://www.allianz-beltquerung.info/

https://beltquerung.info/

https://stop-fehmarnbelttunnel.de/

Parents for future Ostholstein gegründet!

Jetzt können sich alle klimabewussten Bürger Ostholsteins beteiligen.

Für den Kreis bewegen uns einige andere Themen, darum laden wie alle, die sich Sorgen um das Klima in Ostholstein machen ein. Die CO2 Emission in OH ist über dem Bundesdurchschnitt, es muss dringend etwas getan werden.

Die Treffen sind zusammen mit der Ortsgruppe Eutin.

 

Veranstaltungen

 

Treffen der Parents for Future nur online

 

Im Haus der Begegnung,

Am Schlehenbusch 8, 23701 Eutin

Jeder ist willkommen!

Jeden ersten Montag im Monat 16:30 Uhr
 

Erreichbarkeit

Wir sind bei Facebook

Facebook - fff Fehmarn

Außerdem erreicht Ihr uns per Email: ostholstein@parentsforfuture.de

https://parentsforfuture.de/de/eutin