Ordner*in: So geht's!

People For Future Frankfurt am Main • 16 November 2019

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Ordner*n: So geht's!


Gemäß der Frankfurter Regeln wird für 50 Demonstranten 1 Ordner*in gebraucht. Wir danken Dir, dass Du Dich bereit erklärt hast, mitzumachen.

Im Grunde geht immer alles glatt. Du kannst die Demo geniessen. Wir bieten hier einige Hinweise, wie Du den Demozug am besten schützen kannst:


1. Was erwartet P4F von Order*innen?
Order*innen sollten ihre Aufgabe ernst nehmen. Wir wollen Unversehrtheit unserer Mitstreiter*innen sicherstellen und möglichst wenig Angriffsfläche für Kritik an unseren Protesten bieten. Vor der Demo versammeln sich die Ordner, es gibt eine Einweisung und es werden Zugabschnitte aufgeteilt. Ordnerbinden werden übergeben. Ordner*innen halten bis zu Ende durch und geben danach ihre Ordnerbinden bei der Orga ab.

2. Grundsätzliches

  • Du gehst entweder links oder rechts am Rand des Demonstrationszuges in der Geschwindigkeit des Zuges und kümmerst Dich um einen Abschnitt. Wenn Du eine Gefahrenstelle (siehe unten) erkennst, decke sie ab, bis Dich der/die nachfolgende Ordner*in ablöst, laufe dann wieder rasch nach vorne, bis Du die Stelle erreicht hast, an der Du ordnest.
  • Sollte Platz für eine Rettung gebraucht werden, müssen Ordner dafür sorgen, dass eine Rettungsgasse gebildet wird. Dies gilt für Notfälle in der Demo, aber auch für Notfälle, die die Nutzung des Demoweges oder des Kundgebungsplatzes für Rettungswagen und Polizei notwendig machen.
  • Den Anweisungen der Polizei ist stets Folge zu leisten.
  • Ordner*innen sind Vorbilder. Bitte verzichte aufs Rauchen, Alkohol und  Alu-Getränkedosen und  beachtet die Regeln der jeweiligen Veranstaltung, die oft anfangs erläutert werden.

3. Gefahren, die Ordern*innen stets im Auge haben sollten:

  • Der Verkehr: das Überqueren von Strassen, bei Wegen entlang von Strassenbahngleisen und Busspuren sowie in Strassen, die nur teilweise für die Veranstaltung abgesperrt wurden.  
  • Engstellen und Hindernisse. Wird der Demoweg plötzlich schmaler, muss der Zug ebenfalls schmaler werden. Dabei entstehen zwei Gefahren: Demonstrant*innen, die am Rand gehen, werden in das Hindernis gedrängt, das den Weg verschmalert (geparkte Autos, Hausecken usw.). Zweitens drängen Demonstrant*innen nach, die die Engstelle eventuell noch nicht wahrgenommen haben.
  • Besonders gefährlich sind niedrige Hindernisse, die von hinten laufenden Demonstrant*innen gar nicht und von vorne laufenden Demonstrant-*innen zu spät bemerkt werden: Bordsteinkanten von Verkehrsinseln, abgestellte Fahrräder, Poller, Mülleimer.
  • Auch hohe Hindernisse werden oft übersehen! Wenn der Zug breit ist, stehen auch Strassenlaternen, Bauzäune und Fahrzeuge manchmal mitten im Weg. Plakate und Transparente versperren die Sicht der nachfolgenden Demonstrant*innen.


Was immer hilft: Ein/e Ordner*in, ggf. mehrere Ordner-*innen, decken jeweils an der Engstelle die Gefahrenstelle ab (mit dem Rücken vor der Verengung und mit dem Gesicht zu den Demonstrant*innen stehen) und fädeln die Menschen in den Demozug. Dabei kann es notwendig sein, den Zug verlangsamen, damit Zeit für das Einfädeln ist.


4. Kontakt zur Versammlungsleitung
Es kann notwendig sein, Nachrichten von der Versammlungsleitung nach hinten weiterzugeben und umgekehrt. Halte Ausschau nach Orga-Leuten, die Dich dafür brauchen.

 

Du hilfst, die Demo für alle zu einer positiven Erfahrung zu machen!

Danke dafür!