Vergleichende Zusammenfassung der Antworten der Kandidaten auf KlimafragenAntworten de

Jens Mühlhoff
Jens Mühlhoff • 21 August 2021
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CDU

Herr Jung

GRÜNEN

Sebastian Lederer

SPD

Frau Seitzl

FDP

Frau Jurisch

AFD

Herr Hug

Die Linke

Frau Dr. Roeth

             
1.Wie stehen Sie zu einem Treibhausgas Emissionsbudget, stimmen Sie einer solchen Festlegung zu und welche Größe sollte es haben?    Pariser Abkommen (1,5 Grad)  bindend und nach dem Sachverständigernrat auch das Emmissionsbudget für D. von 6,6 Gigatonnen CO2 keinen nationales aber sondern globales Emissionsbudget, aufgeteilt in Sektoren auf EU und nationaler Ebene. Geplant ist eine Senkung bis 2030 auf 543 Mio  Tonnen in D. Nein ("Planwirtschaft") Alternative: Zertifikatehandel mit Deckel. Nein ("Planwirtschaft"). Anreize, Förderung, Tenchnologieoffenheit stattdessen  klare Obergrenze (Nettonull 2035) 80% Reduktion bis 2030. Hauptanteil durch Industrie geleistet,die das Meiste emittiert, in Gesetze gegossen. Kein Emissionshandel als Schlupfloch.Massive Investitionen
             
2.Stimmen Sie einem CO₂-Preis der bis 2030 auf 195€/t CO2 ansteigt zu?    bis 2023 60€, bis 2030 70 % CO2 Reduktion. Anpassung des Preises nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, sozialverträglich gestaltet nein, aufgrund von ungleichen Bedingungen für die Bevölkerung. Ausgleich über Pro-Kopf-Bonus und Fördermassnahmen wichtig. kein fester Preis. Glaubt an Regelung des Marktes durch Zertifikatehandel Nein. Zweifel am anthropogenen Klimawandel. Alternative: künstliche Kraftstoffe keine weitere Erhöhung des CO2 Preises, ausser mit einem sozialen Ausgleich wie von den Grünen geplant. Zahlen müssen die Hauptverursacher (Industrie), Hier aber Änderung durch Investition statt Sanktion.
             
3.Möchten Sie Steuer-Privilegien und Subventionen für fossile Brennstoffe abschaffen?   Ja, Zieljahr steht noch nicht fest ja Nur im Bezug auf Flugverkehr beantwortet:gegen Abschaffung der Kerosinsteuer nur in D, gegen Subventionen für Kerosin.  Kerosin ja (Fliegen ist Luxusgut) alltägliche Mobilität: nein, wenn keine Alternativen da sind. Nur auf Mobilität bezogen Ja, Beispiel Pendlerpauschale. Jede Förderung an Sozial- und Klimapolitische Vorgaben binden. Gespartes Geld reinvestieren in regenerative Dinge
             
4. Würden Sie in den nächsten Jahren Maßnahmen zur Förderung regenerativer Energien in Angriff nehmen und wenn ja, welche?   ja, zahlreiche Pläne: 1,5 Mio neue Solardächer, Vereinfachung der Investition in Photovoltaik, Mietstromprojekte, 2% der Fläche Windenergie, Bürgerbeteiligung an Wind- und Solarparks, Nutzung von Stromspitzen, Weiterbetrieb alter Anlagen, invest in 2 Mio Wärmepumpen bis 2025, Abwärme nutzen, Fernwärme decarbonisieren, Effizienzsteigerung bei E Auto und Wärmepumpen, EEG Umlage (Förderung an Effizienzsteigerung gekoppelt), CO2 Preis soll Erneuerbare rentabler als Fossile Energie machen . Nordstream 2 stoppen, globale Unterstützung beim Ausbau von Erneuerbaren, Produktionskapazitäten für Regenerative ausbauen, Energiesparprojekte Ziel: bis 2040 Strom nur aus Erneuerbaren Quellen. Alle geeigneten Dächer verpflichten mit Solar, durch Mieterstrommodelle, Bürgerbeteiligung, Anleihen. Förderung der Infrastruktur für grünen Strom und der Erforschung neuer Technologien (Kernfusion). Abschaffung der Subvention für Solar- und Wasserkraft Kernfusionsreaktor. Wind Nein, Solar ja, Wasserkraft ausgereizt, Biogas zur Verwertung von Bioabfall Bis 2025 pro Jahr mindestens 10 Gigawatt (GW) Photovoltaik installieren, sowie 7 GW Windenergie an Land und 2 GW auf See.  Zielgerichtete staatlicher Investitionen und mittelfristig einen grundlegenden Umbau der Energiewirtschaft. Bürgernahe Energiewende statt nur dem Profit gehorchend. Einführung von Energieeffizienzstandards  und Förderung mittels eines Fonds
      Förderung der Wasserstofftechnologie, Forschung dazu.      
5. Würden Sie sich für ein Tempolimit als kostengünstige und einfache Variante der CO2 Einsparung einsetzen? Falls Nein, nennen Sie bitte konkrete Gründe, die dagegen sprechen?   Ja. Autobahn 130 km/h Ja. Autobahn 130 km/h nein, weil es zu wenig bringt und nicht zu Deutschland als Marke Autoland passt nein, bringt zu wenig, gegen Verbote Ja 120/80/30 Feinabstimmung noch nicht fix 
             
6.Sind Sie bereit sich für...   Hier ist viel Europarecht enthalten       grundlegende Reform der EU Politik
a) die Ökologisierung der Landwirtschaft einzusetzen?   Ja ja Bedingt -  Investitionshilfen zur Modernisierung der Betriebe in ökologische Richtung durch Anrieze und Förderung, nicht durch Verbindlichkeiten ja, Förderung soll an Umwelt-/Sozial/Tierwohlkriterien gebunden sein.
b) eine Treibhausgassenkende Landwirtschaft stark zu machen?   ja Schutz und Renaturierung von natürlichen CO2 Speichern Bedingt - Schutz von Mooren und Förderung von Innovationen Nein. Bauern sind zu sehr unter Druck. Befürchtet Nahrungsmittelknappheit in D (aktuell: Überschuss) Ja, regionale Produkte fördern, Obergrenze für Tierhaltung, Renaturierung
c) die klein bäuerlichen Betriebe stärker zu fördern?   ja ja Bedingt- Förderung nicht an die Grösse festmachen Ja ja
             
             
Fazit :    Bekenntnis zum 1,5 Grad Ziel und sehr konkrete Punkte, wie man dieses erreichen soll. Ob ausreichend ist nicht sicher. Verursacher werden in die Pflicht genommen und werden sich ändern müssen. Kein explizites Bekenntnis zum 1,5 Grad Ziel aber Ziel der deutschen Klimaneutralität bis 2045. Verbindliche Vorgaben sind geplant. Ob ausreichend ist nicht sicher. Man bekennt sich zum 1,5 Grad Ziel von Paris, möchte dieses aber erreichen ohne von irgendeiner Sparte Veränderungen zu erwarten. Fördern ja, Fordern Nein. Kein Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen, Anthropogener Klimawandel wird angezweifelt, keine Verbindlichkeiten, wenig Ideen sehr ambitioniert, Klimaneutralität wird bis 2035 angestrebt. massive Investitionen sind geplant, strikte Vorgaben für die Wirtschaft, die massiv in die Pflicht genommen werden soll.