Klimaschutzkonzept Gelnhausen

Bericht Klimaschutzmanagement – viele Fragen bleiben unbeantwortet! 

 

Am 18.12.2019 wurde vom Bürgermeister Daniel Glöckner im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung der Bericht „Klimaschutzmanagement“ vorgestellt. Dieser bezieht sich auf das sehr detaillierte und gut ausgearbeitete Klimaschutzkonzept der Stadt Gelnhausen aus dem Jahr 2013. Im Bericht zum Klimaschutzkonzept soll über die umfangreichen Aktivitäten des Klimaschutzmanagers, den Stand der erzielten Ergebnisse und der angestoßenen Maßnahmen informiert werden. Wir sind sehr froh über die Bestrebungen des Bürgermeisters und der Stadt Gelnhausen in Sachen Klimaschutz aktiv zu sein und die bereits gestarteten Aktivitäten. Wir plädieren dafür diese zu intensivieren und weitere Schritte zu gehen. Die bisherigen Maßnahmen sind aus unserer Sicht nicht ausreichend, um die selbstgesteckten Ziele Gelnhausens zu erreichen.

Im Bericht „Klimaschutzmanagement“ wird nur ein Bruchteil der 57 Maßnahmen angesprochen. „Müssen wir davon ausgehen, dass die nicht thematisierten Punkte innerhalb der vergangenen sechs Jahre gar nicht erst bearbeitet wurden?“ hinterfragt Clara vom Endt, die Sprecherin der Fridays for Future Gelnhausen. Das würde bedeuten, dass gerade einmal ein Drittel der erarbeiteten Handlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen wurden. Umgesetzt bzw. in Umsetzung befindlich sind demnach gerade einmal 14 Maßnahmen, also gut 25 %. Fraglich ist zudem, wie das zu Beginn des Berichts bekräftigte CO2-Emissionsziel von 5 Tonnen pro Einwohner im Jahr 2023 erreicht werden soll. Dafür ist auch ein transparentes Monitoring über die bislang eingesparten CO2-Emissionen essentiell.

People for Future Gelnhausen arbeitet in einer eigenen Arbeitsgruppe an der Analyse und Bewertung des Klimaschutzkonzeptes. „Auf dieser Basis möchten wir Impulse für eine Weiterentwicklung des Konzeptes geben“, erläutert Marjorie Vannieu, Mitinitiatorin der Ortsgruppe. “Die Anpassung unserer Stadt an die Folgen der Klimaerhitzung liegt uns dabei besonders am Herzen, da Gesundheit und Wohlergehen von uns allen davon betroffen sind. Sogenannte „cool spots“ sind dafür zwingend erforderlich, entsprechend gespannt sind wir auf eine Stellungnahme zur Maßnahme A-17.“ Andreas Hlasseck, Sprecher der Ortsgruppe, schlägt darüber hinaus vor in Gelnhausen eine Zukunftskonferenz zu veranstalten: „In dieser Form der Bürgerbeteiligung entwickeln Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen Visionen wie ihre Stadt/Kommune im Jahr X aussehen könnte. Lasst uns nicht gegen etwas, sondern gemeinsam für etwas kämpfen!“ Für diejenigen, die nicht die Zeit haben, sich durch zahlreiche Seiten von Konzepten und Berichten zu kämpfen, findet sich hier grafisch und textlich aufgearbeitet der Umsetzungsstand des Klimaschutzkonzepts Gelnhausen. „Mit dieser ehrenamtlichen Aufbereitung und Auseinandersetzung mit dem Klimaschutzkonzept wollen wir einen konstruktiven Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele in Gelnhausen leisten.“ stellt Manuel Pieke klar, Mitglied der AG Klimaschutzkonzept. „Auf unserer Homepage haben wir außerdem Fragen veröffentlicht, die sich aus dem Bericht ‚Klimaschutzmanagement‘ ergeben. Diese haben wir bereits per E-Mail an unseren Bürgermeister mit Bitte um Stellungnahme übersendet. Wir sind nicht daran interessiert mit diesem Fragenkatalog Vorwürfe zu formulieren, sondern verfolgen das Ziel der Transparenz in Sachen Klimaschutz der Stadt Gelnhausen und einer parteiübergreifenden Zusammenarbeit.“ Zukunft kann nur gemeinsam gestaltet werden, von Politikern, Unternehmern und von Bürgern, die sich ihrer Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder bewusst sind. Dank dem ehrenamtlichen Engagement seiner Mitstreiter packt People for Future Gelnhausen lokal globale Herausforderungen an und lädt alle Menschen ein, die ihre Zukunft nicht einfach anderen überlassen möchten. Beteiligungsmöglichkeiten gibt es viele, zu finden sind sie unter gelnhausen@parentsforfuture.de

 

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