Parents 4 Future Herford

Parents for Future Herford engagiert sich in Solidarität mit der Fridays for Future Bewegung für mehr Klimaschutz.
WIR SIND NICHT NUR VERANTWORTLICH FÜR DAS, WAS WIR TUN, SONDERN AUCH FÜR DAS, WAS WIR NICHT TUN.
 - Molière - 

 

Kommunalwahl

Wir glauben daran auch im kleinen etwas großes schaffen zu können um das Ökosystem Erde zu schützen. 

Daher wurden die Herforder Kandidat*innen für das Bürgermeisteramt von uns gefragt: Was wollen Sie konkret in Herford tun, um den Klimawandel aufzuhalten?

Mit den Antworten möchten wir helfen, in puncto Klimaschutz, eine informierte Wahlentscheidung zu treffen. 

Es ist unser aller Zukunft.

 

Tim Kähler, SPD
„Durch die Ausrufung des Klimanotstands ist die Herausforderung für die Stadt nochmals deutlich gemacht worden."

* In den letzten Jahren wurden vermehrt Blumenwiesen und Blühstreifen angelegt.
Identifikation weiterer Flächen mit entsprechender Veränderung.
* Geänderte Baulandpolitik: Künftig alle neuen Flächen von der Stadt entwickelt, Vergabekriterien beinhalten auch Vorgaben zur Energiebilanz der Gebäude.
* Allgemeine Pflicht für PV-Anlagen/Dachbegrünungen gewerblicher Gebäude schwer durchsetzbar, Verbote/Rechtsvorschriften immer als letzte Möglichkeit nutzen,
energieintensive Unternehmen spüren Einführung der CO2-Abgabe auf Energiekosten,
bei Neuansiedlungen Beratung zum Klimaschutz

* Gelbe Tonne statt gelber Sack
* Klimaabonnement 29 Euro im Monat;
neues ÖPNV Konzept mit besserer Taktung und Anbindung an die Schiene; Elektroantrieb/Wasserstoffbusse
* Neuer Radwegeverkehrsplan beschlossen;
Interkommunales Radwegenetz mit Radschnellwegen
* Fahrradspur auf der Mindener- und Berliner Straße?
Zunächst müssen wir valide Verkehrsdaten haben. Wenn diese vorliegen und auch alle technischen Lösungsmöglichkeiten bekannt sind, können Vorschläge für die notwendige Mobilitätswende erörtert werden.
* Im Rahmen des neuen Citymanagements: Erörterung/Beratung der Einzelhändlerinnen und Einzelhändler zu offenstehenden Geschäftstüren im Winter.

* Was macht Tim Kähler persönlich, um das Klima zu schützen?
mehr Fahrrad und Bahn als früher;
einen Teil des Gartens wild stehenlassen,
insektenfreundliche Gartengestaltung

„Wir nutzen [wissenschaftliche] Erkenntnisse [zum Klimawandel]. Deshalb haben wir ein umfangreiches Klimaschutzprogramm aufgelegt, wo viele Maßnahmen beschrieben und umgesetzt werden."
 

Anke Theisen, CDU
„Durch die Ausrufung des Klimanotstands sind wir verpflichtet, uns dem Thema des Klimaschutzes besonders anzunehmen.
Für mich persönlich bedeutet das aber in erster Linie, dass jeder Mensch zunächst auch bei sich selbst beginnen sollte. Jeder Mensch muss sein ganz persönliches Verhalten überprüfen. Zweifelsohne gehören auch staatliche und kommunale Vorgaben und Regelungen dazu, dies muss jedoch im Konsens zu anderen Bereichen des öffentlichen Lebens stehen.“

* Zusätzliches Grün in der Innenstadt bei zukünftigen Flächenplanungen schaffen,
auf Begrünung durch bienenfreundliche Pflanzen achten
* PV, Solar, Fassadengestaltung/Dachbegrünung etc. bei Neubauten oder Altbausanierung: in Gesprächen mit Eigentümern auf Freiwilligkeit setzen, keine zwangsweisen Anordnungen
* PV-Anlagen/Dachbegrünungen bei gewerblichen Gebäuden: durch Gespräche erreichen, nur wo es sinnvoll erscheint, als Vorgabe festlegen
* wünscht Modellversuch gelbe Tonne kreisweit
* ÖPNV deutlich günstiger als bisher,
Flotte mit alternativen Energien erstrebenswert
* Alle Verkehrsteilnehmer sollen gleichberechtigt im Verkehrsraum sein und bleiben;
für Mindener Straße besser Parallelradwegeführungen (z.B. Fahrradstraße Eimterstraße) statt Fahrradspur, da Einspurigkeit ökologisch wie ökonomisch nicht sinnvoll.
Berliner Straße benötigt keinen Fahrradweg. Alles innerhalb des Walls ist über diesen gefahrlos und schnell erreichbar.
* Dauerhaft geöffnete Geschäftstüren im Winter?
Mit Gespräch auf Einsicht der beteiligten Personen setzen, damit sie ihren individuellen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen.

* Was macht Anke Theisen persönlich, um das Klima zu schützen?
Vorwiegend Bioprodukte, im Sommer Fahrrad oft als Fortbewegungsmittel,  gewissenhafte Mülltrennung

„Wir müssen alle wieder beginnen bewusster zu leben und die Schöpfung zu wahren.“
 

Inez Déjà, Die Linke
„Durch die Ausrufung des Klimanotstands habe ich eine gute Argumentationshilfe mehr bekommen, um bessere Maßnahmen zum Schutz des Klimas durchzusetzen.“

* Städtische Flächen ökologisch aufwerten: Baumbestand erhalten/vergrößern, mehrjährige Blühwiesen, heimische Wildblumen auf Rasenflächen, Überzeugungsarbeit bei Privateigentümern
* Auflagen zur Gartengestaltung durch mehr heimische Grün-und Blühpflanzen, Mischhecken als Rückzugsmöglichkeiten, Laub- und Grünschnitthaufen für Schutz und Winterschlaf
* Auf allen neuen Gebäuden PV-Anlagen und/oder Dachbegrünung
* Tonne anstatt gelber Sack
* Kostenloser ÖPNV, Busverbindungen, Takt- und Nutzungszeiten optimieren
* Wo irgend möglich Fahrradwege, die auch von Lastenrädern gut genutzt werden können
* Um Radfahrer*innen überall zu schützen: In der gesamten Innenstadt Zone 30, Fahrräder müssen Vorrang haben
* Eine Fahrradspur auf der Mindener- und Berliner Straße wird befürwortet.

* Was macht Inez Déjà persönlich, um das Klima zu schützen?
Kein Auto, Nutzung von Fahrrad, Bus oder Bahn;
Fleisch nur in Ausnahmenfällen, soweit finanziell möglich Bio-Ware;
Konsumverhalten auf ein Minimum reduziert, Nutzung der Recyclingbörse;
umweltgerechtes Verhalten im Alltag (z.B. Wasserverbrauch, Müllvermeidung, Gartengestaltung u.s.w.)

„In Deutschland dürfen Unternehmen, also auch Geschäfte so viel Energie verschwenden wie sie wollen. Da geht es nur darum, wie immer mehr Geld verdient werden kann. Darum ist es sehr wichtig, dass es die Parents und Fridays gibt, um u.a. den Geschäften Druck zu machen, ihre Türen im Winter geschlossen zu halten.

 

Jürgen Josting, parteilos
„Durch die Ausrufung des Klimanotstands habe ich gedacht: Na dann nehmen wir das doch mal ernst!"

* Mehr Bäume auf den Plätzen;
Fußgängerzone: Blumenkästen, Fassaden/Vordach-Begrünung; Grünpflanzen ähnlich wie die Weihnachtsbeleuchtung aufhängen
* Soweit sinnvoll und möglich PV-Anlagen, Dabchbegrünung etc. bei Neubauten, Altbausanierung und gewerblichen Gebäuden.
* Tonne statt gelbe Säcke
* Kostenloser ÖPNV wünschenswert, aber vorrangig
Qualität des Angebots verbessern (Taktung, Abends und am Wochenende, Streckenführung)
Konzept: ohne Rendevousverkehr von einem Ende der Stadt zum anderen über den Innenstadtring, vom Bahnhof bis Stelzen-Haus; somit Anbindung von Bahnhof und Innenstadt; andere Antriebsarten werden befürwortet.
* Tempo 30 flächendeckend innerorts
* Straßen nutzen als Radwegenetz und Autos langsam(!) mitfahren lassen.
Der problematische Umbau der Mindener- und Berliner Straße erübrigt sich damit.
Einspurigkeit, damit Fahrräder leichter überholt werden können. Dazu müssten nur neue Fahrbahnmarkierungen aufgemalt werden.
* Geschäfte darauf hinweisen, dass die Türen im Winter nicht ständig geöffnet sein sollten.

* Was macht Jürgen Josting persönlich, um das Klima zu schützen?
Hatte nie ein Auto, weitgehender Verzicht auf Konsum in Form von nicht nötigen Dingen,
persönlicher Besitz an Kleidung und Alltagsgegenständen passt in eine große Reisetasche,
Fleisch: selten (Geflügel oder Fisch)

"Herford kann doch nicht die Welt retten" heißt es oft. Aber wir können unseren Beitrag dazu leisten und durch Maßnahmen wie "mehr Grün" und "weniger Autos" insgesamt zu mehr Lebensqualität in Herford kommen.“

 

Stefan Kannegießer, „Die Partei“
„Wir brauchen keine Ausrufung eines [Klima]Notstandes. Wir müssen endlich handeln! Wir brauchen in jeder Hinsicht einen Systemwechsel. Weg vom kranken ausbeutenden Kapitalismus hin zu einem Vernunfts- und Wissenschaftsbasierten Wirtschaftssystem in dem alle Beteiligten auf Augenhöhe miteinander agieren. Schluss mit Seilschaften, Lobbyismus und unübersichtlichen Ausnahmeregelungen.“

* Umfassendes, grünes Naherholungskonzept für die Stadt Herford: verschiedene kleine Grüngebiete im Kreisgebiet konzeptionell zusammenfassen, sie fußläufig bzw. radwegetechnisch miteinander verbunden erlebbar machen.
*Wallanlage zu einer Anlage von hoher Aufenthaltsqualität ausbauen
* Mit Konzepten mit Anreizen für: größtmögliche PV-Solardeckung sowie Stromspeicherung;
Dezentralisierung des Strommarktes vorantreiben
PV-Anlagen/Dachbegrünungen bei gewerblichen Gebäuden werden befürwortet.
* Bebauungspläne: nicht mehr nur möglichst viele Gebäuden zulassen, sondern diese als Teil eines ökologischen Bebauungskonzeptes innerhalb der Stadt
* Weg von der ineffizienten manuellen Mülltrennungsorgie
* Kostenloser ÖPNV
* Erschliessung der Grüngebiete mit Fahrradstrecken als ungefährliche Alternative zum PKW- Straßennetz; Radverkehr soweit wie möglich vom PKW-Verkehrswegenetz separieren
* Fahrradspur auf der Mindener- und Berliner Straße nur soweit das möglich sein muss.

 *Was macht Stefan Kannegießer persönlich für den Klimaschutz?
Plug-In Hybrid fahren, der perfekt auf sein Fahrprofil passt;
wenig Fleisch, fast nur am Wochenende (lokaler Schlachter oder direkt vom Hof);
erledigt so viel wie möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad bzw. auf dem Weg zur Arbeit;
2 Solarmodule für die Steckdose
*Dauerhaft geöffnete Türen im Winter bei den Geschäften?
„Das sollen sie weiterhin dürfen. Die Energie dafür muss regenerativ erzeugt werden.“

„Hätte es FFF schon zu meiner Zeit gegeben, ich wäre auch auf der Straße gewesen.“

 

Herbert Even Bündnis, 90/DIE GRÜNEN
„Durch die Ausrufung des Klimanotstands haben wir Rückenwind in der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in der Stadt Herford bekommen.“

*  Überprüfung der Bepflanzung der öffentlichen Grünflächen auf Insektenfreundlichkeit; zusätzliche Baumbepflanzung auf innerstädtischen öffentlichen Flächen; konsequenter Ersatz von totgefallenen Bäumen und nicht vermeidbaren Baumfällungen durch Neupflanzungen und Ersatzpflanzungen; ausreichende Pflege der Bestandsbäume; Förderung von Einwohner*innen-Baumpatenschaften;
* Förderprogramm zur Dach- und Fassadenbegrünung;
bauplanerische Festsetzung einer gärtnerischen Gestaltungspflicht bei Privatgrundstücken
(keine "Schottergärten"); Bereitstellung von Blühpflanzen-Saatgut für Privatgrundstücke
* Bei neuen Wohn- und gewerblichen Baugebieten sowie generell bei öffentlichen Bauten den
Grundsatz der Klimaneutralität (besser: Klima-Plus-Gebiete) realisieren
* Nutzung der Solarenergie sowie verstärkte Begrünung von Gebäuden und Flächen verpflichtend festsetzen
* Wertstofftonne statt gelber Sack
* Deutliche Reduzierung der Nahverkehrstarife, 15-min-Taktung, ausreichendes Angebot abends und am Wochenende, erneuertes, umweltschonendes Fahrzeugmaterial;
Beschleunigungsmaßnahmen im Verkehrsnetz (Ampelvorrangschaltungen, Busspur).
* Mehr fahrradverkehrlicher Sachverstand
* Fahrradspuren an den bisher vierspurigen innerstädtischen Verbindungen Innenstadtring und Mindener Straße (mind. 1 km pro Jahr); Erneuerung bestehender Fahrradspuren und -wege; Schaffung zusätzlicher Fahrradstraßen (z.B. Vlothoer Straße – mind. 2 km pro Jahr); fahrradfreundliche Umgestaltung (mind. eine Ampelkreuzung/Kreisverkehr pro Jahr)
* Trotz Klimanotstandsbeschlusses für die Stadt Herford keine rechtliche Möglichkeit, Energieverschwendung durch dauerhaft geöffnete Türen [an Geschäften] zu unterbinden;
Verhaltensänderung hier nur freiwillig durch gute Beispiele und direkte Ansprache;
gastronomische Nutzung von Heizpilzen im öffentlichen Bereich untersagen

* Was macht Herbert Even persönlich für den Klimaschutz?
Energetische Optimierung des Hauses inkl. Solar- und Regenwassernutzung;
häufige Fahrradnutzung, energiesparende Fahrweise bei Kfz-Nutzung; sparsamer Umgang mit Energie + Wasser im Haushalt;
möglichst lange Nutzung sowie Reparatur von Gebrauchsgegenständen/Kleidung;
regionale Produkte beim Einkauf, geringer Fleischkonsum

„Die bislang ergriffenen Maßnahmen zum Klimaschutz sind nicht ausreichend,
um das beschlossene 1,5° - Klimaziel wirklich zu erreichen. Dafür sind mehr und wirksamere Maßnahmen auf allen staatlichen Ebenen (EU, Bund, Länder, Kommunen) sowie durch die Gesellschaft insgesamt (Unternehmen, Privathaushalte,
gemeinnützige Organisationen) erforderlich.

 

Alle Dörfer bleiben

Das "KohleEINstiegsgesetz" ist verabschiedet. Die parlamentarische Debatte ist zu Ende. Nicht am Ende ist unser Widerstand gegen diese klimafeindliche Politik. 

Denn durch dieses Gesetz, wird die Kohle bis 2038 zementiert und künstlich am Leben gehalten - die Pariser Klimaziele werden unerreichbar.

Unsere Aktionen:

14.8.2020: Infostand zur Klimawoche mit Fridays for Future Herford. Der Fokus lag hierbei auf der konventionellen Tierhaltung und der Fleischproduktion.

Infostand 14.8.2020

Wie geht es unseren Bäumen im Klimawandel? Wir haben gemeinsam mit Fridays for Future Herford am 12.6.2020 eine Baumdemo veranstaltet.

Baumdemo 2020

 

Baumdemo 2020

Das sogenannte Waldsterben in den 80ern war nichts verglichen mit dem was wir heute erleben müssen. Wir haben es infolge der tiefgreifenden Auswirkungen der Erderwärmung mit einem dramatischen Absterben der Nadelwälder in weiten Teilen Deutschlands und Europa zu tun.

Baumdemo 2020 Foto: Heiner XR Bielefeld

Eine gemeinsame Baumschutzaktion von Extinction Rebellion Bielefeld Fridays for Future Bielefeld, Herford, Altkreis Halle, Detmold und Osnabrück Parents for Future Bielefeld, Gütersloh, Herford und Altkreis Halle Lippe for Future Greenpeace Bielefeld BUND Herford VENGA Bielefeld ARIWA Bielefeld im nachfolgenden Video: https://www.youtube.com/watch?v=Id4Q9KwZxgU

Der PV-Deckel muß weg! Gemeinsame Bundesweite Aktion mit den Fridays for Future Herford am 6.3.2020

Der PV Deckel muß weg

 

KLIMA-TREFF

jeden 1.Montag im Monat ab 19.30 Uhr im HudL, Haus unter den Linden 12, Herford

Planung von Veranstaltungen in 2020

Wir freuen uns immer über neue Mitglieder. Derzeit finden unsere Treffen allerdings nicht im HudL statt. Wir schicken dir gerne die Anschrift zu wenn du uns eine Mail schreibst oder anderweitig kontaktierst.

 

SAVE THE DATE

  • Globaler Klimastreik mit Fridays for Future am 25.9.2020. Vielfach wurde die Coronakrise international genutzt, um in Sachen "Klimaschutz" Rückschritte zu machen - und das, obwohl längst bekannt ist, dass eine intakte Natur unsere Gesundheit schützt.
  • Am 25.9.2020 stehen wir mit Fridays for Future und allen Klimaaktivist*innen rund um den Globus wieder auf den Straßen.

Globaler Klimastreik am 25.9.2020

 

Globaler Klimastreik am 25.9.2020

 

ERREICHBARKEIT:

Wir sind bei WhatsApp 

Schreibst du lieber Email: herford@parentsforfuture.de

Magst du Instagram: parents4future_herford

Folge uns auf Facebook: parentsforfuture Herford 

 

DAS SCHREIBT DIE PRESSE ÜBER P4F HERFORD:

https://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/22627319_Hunderte-demonstrieren-in-Herford-fuer-schnelles-Handeln-beim-Klimaschutz.html

https://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/22669653_Laschet-geht-Demonstranten-beim-CDU-Neujahrsempfang-aus-dem-Weg.html

https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Herford/4143736-Appell-der-Parents-for-Future-in-Herford-Verzicht-bei-Ernaehrung-Mobilitaet-Muell-und-Energie-Fasten-fuer-ein-besseres-Klima

https://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/22718557_Deckel-fuer-Wirtschaftsminister-Altmaier.html

https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Herford/4170288-BUND-Kreisgruppe-verleiht-Negativpreis-an-Stadtentwicklungsgesellschaft-Rueffel-mit-rostiger-Schere

https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Herford/4191552-Mitglieder-von-Parents-und-Fridays-for-future-verteilen-sechzig-Plakate-auf-dem-Alten-Markt-in-Herford-Klima-Demo-fast-ohne-Demonstranten

https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Herford/4215450-Organisation-macht-mit-Schildern-auf-dramatische-Situation-des-Waldes-aufmerksam-Wenn-Baeume-demonstrieren

Aktuelles:

Fahrraddemo September 20

Unser Klimafasten vom 26.02.2020-11.04.2020

NACHHALTIG LEBEN IST WIE NACHHALTIG DENKEN, NUR KRASSER!

Eingangsbild

Wir möchten gern allen Interessierten viele unterschiedliche Möglichkeiten aufzeigen, genau jetzt an morgen zu denken! Wir möchten mit euch Klimafasten.

Nachhaltig handeln und CO2 einsparen, sich auf das Wesentliche konzentrieren und persönliche Veränderungsmöglichkeiten entdecken, sollen ein jeweils individuelles Ziel sein. Vor uns liegen 7 Wochen. Jede Woche steht unter einem anderen Motto. Bitte glaubt uns: Niemand muss zurück in die Höhle und Beeren sammeln.

Und wie wäre das: Wir nehmen die Challenge an und alle machen mit?

Denn: Jeder Schritt zählt! Wir starten gemeinsam am Aschermittwoch, 26.2.2020!

Svenja und Marina

 

 

 

 

 

 

Eingangsbild CO2

 

Woche 1: CO2

Los geht's!   🌎🌎🌎

Wir starten diese Woche mit ein paar Fakten, ganz einfach erklärt, zu Treibhauseffekt, CO2 & Co.

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist der natürliche Treibhauseffekt?

Die Sonnenstrahlen gelangen zur Erde und erwärmen sie. Aufgrund der Entfernung der Erde zur Sonne und da ein Teil der Strahlen auch wieder ins Weltall zurückgeworfen wird, würde die Sonne, den Boden auf eine mittlere Temperatur von -18° Celsius erwärmen.

Tatsächlich haben wir aber eine mittlere Bodentemperatur von +15° Celsius. Wie kann das sein? Die Atmosphäre um unsere Erde ist eine etwa 100 km breite Luftschicht, die unter anderem aus Wasserdampf und Treibhausgasen (z.B. CO2, Methan und Lachgas) besteht. Die Treibhausgase binden einen Teil der Sonnenstrahlen und werfen sie wieder zur Erde zurück, wodurch sie auf +15° Celsius erwärmt wird.

Das ist der natürliche Treibhauseffekt, den wir brauchen, um existieren zu können. Allerdings gibt es auch den menschengemachten Treibhauseffekt. Dazu kommen wir beim nächsten Mal.

CO2 ,2.Post

Warum ist zu viel CO2 so schlimm?

Ganz ohne Treibhausgase und den Treibhauseffekt wäre unser Leben auf der Erde gar nicht möglich. Problematisch wird es erst, wenn die Menge der Treibhausgase stark zunimmt. Dies geschieht unter anderem durch die Verbrennung fossiler Energieträger und die veränderte Land- und Tiernutzung. Jahr für Jahr steigen die CO2-Emissionen bedenklich höher. Forscher haben bei Bohrungen im ewigen Eis herausgefunden, dass in den 750.000 Jahren vor der Industrialisierung nie mehr als 209ppm (parts per million) CO2 gelöst waren. 1960 waren es schon 313ppm und im Jahr 2010 389ppm. Wenn in der Atmosphäre mehr Treibhausgase sind, binden diese auch mehr Sonnenstrahlen und erwärmen die Erde auch stärker. Hier spricht man dann vom anthropogenen, also menschengemachten Klimawandel.

Gut zu wissen: Den größten Anteil der Treibhausgase bildet das CO2. Aber: Methan z.B. wirkt 21 mal so stark wie CO2. 

Wie groß ist mein persönlicher CO2-Fußabdruck?

Der Weltklimarat (IPCC) hat genau berechnet, wieviel CO2 wir noch in die Atmosphäre entlassen dürfen, um unter 1,5° Celsius bzw. 2° Celsius Erderwärmung zu bleiben. Im Januar 2019 waren es für das 1,5°-Ziel noch 540 Gigatonnen, für das 2°-Ziel noch 1280 Gigatonnen. Wer genauer nachlesen möchte, warum das 1,5°-Ziel so wichtig ist, kann das hier tun: www.scientists4future.org/stellungnahme/fakten/. Man kann also genau berechnen, wieviel CO2 jeder Weltbürger noch verbrauchen darf: Langfristig sind es für jeden ca. 2 Tonnen pro Jahr. Aktuell liegt der globale Durchschnitt bei 7 Tonnen, in Deutschland liegen wir bei gut 11 Tonnen. Dass wir etwas an unserem CO2 -Ausstoß ändern müssen, ist klar. Hast du schon einmal vom Earth-Over-Shoot-Day gehört ? Ab diesem Tag im Jahr leben wir auf Pump der zukünftigen Generationen. Wir haben ab da mehr Ressourcen verbraucht, als in einem Jahr weltweit nachwachsen würden. 2019 war dieser Erderschöpfungstag am 29.Juli. Anfang der 70er-Jahre lag er noch im Dezember. Der WWF hat einen ganz einfachen Test mit 35 Fragen entwickelt, die jeder aus dem Kopf schnell beantworten kann. Am Ende wird errechnet, wieviel Tonnen CO2 man tatsächlich ausstößt und wie viele Erden wir bräuchten, wenn jeder Weltbürger genau so leben würde. Probiere es mal aus, es ist echt beeindruckend, was am Ende rauskommt!

https://mobil.wwf.de/themen-projekte/klima-energie/wwf-klimarechner/?gclid=CjwKCAjw7e_0BRB7EiwAlH-goE2yiHOBgOc62lSBGl1nA1wEg5SEn7CMzCoTvKHHF3CcDUD2Kw933BoCpTwQAvD_BwE

Erdbälle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

microgreensWoche 2: Ernährung

Was haben unsere Ernährung und unser Lebensmittelkonsum eigentlich mit dem Klimawandel zu tun? Starten wir mit Fakten: In Deutschland ist die Ernährung für rund ein Fünftel aller klimaschädlichen Treibhausemissionen verantwortlich (Quelle: bzfe). Was wir essen, wo wir Lebensmittel einkaufen, lagern und zubereiten, wirkt sich unweigerlich auf das Klima aus. Ein Beispiel: 85% der Deutschen essen fast täglich Fleisch. Das sind im Schnitt 89 kg pro Kopf und Jahr. Rechnet man die Emissionen für Futtermittel, Weiterverarbeitung und Transport zusammen, ergeben sich ca. 2 Tonnen CO2 pro Kopf/Jahr (Quelle: BUNDjugend, CO2 Rechner UBA). Ein weiteres Beispiel: Jedes zehnte gekaufte Lebensmittel landet im Müll. Das bedeutet, jeder von uns wirft jedes Jahr 55 kg Lebensmittel weg (Quelle: Welthungerhilfe). Lass uns mit den ersten Herausforderungen beginnen! Wir wünschen dir in dieser Woche viel Spaß beim Testen. Berichte uns gern über deine Erfahrungen. Wir freuen uns über Feedback!

 

 

 

 

 

Wenn du möchtest, nimm dir diese Woche Zeit, Lebensmittelalternativen zu testenFleisch:

• Isst du jeden Tag Fleisch, versuche es mal mit einem vegetarischen Tag. Wenn du Fleisch kaufst, achte auf nachhaltige und artgerechte Haltung. Du musst wissen: Rindfleisch ist am klimaschädlichsten, greif auch mal zu Geflügel.

• Bist du Vegetarier, probiere doch mal pflanzlichen Milchersatz. Müsli mit Hafermilch schmeckt auch lecker.

• Greif auch mal zu Margarine statt zu Butter. Butter produziert unglaublich viel CO2.

• Verzichte in dieser Woche bewusst auf Produkte mit Palmöl.

 

 

 

 

 

 

 

Markt

 

  • Lass die Überseeprodukte diese Woche im Regal und kaufe regional & saisonal.
  • Wenn du nicht ganz sicher bist, schau mal hier vorbei: https://www.regional-saisonal.de
  • /saisonkalender-gemuese 
  • Auch auf dem Wochenmarkt findest du ein breites Angebot. Bioprodukte haben fast
  • immer eine bessere CO2-Bilanz als konventionell produzierte Lebensmittel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

reste

  • Verschaffe dir einen Überblick: Welche Reste schlummern noch in deinen Vorräten? Es gibt tolle zutatenbasierte Rezeptsuchen im Internet (z.B. Restegourmet.de, Du kannst auch Freunde einladen und ein Restekochen veranstalten.

  • Plane deinen Einkauf: Isst du zu Hause? Bekommst du Besuch? Was soll gekocht werden? Mach dir eine Wocheneinkaufsliste und kaufe danach ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Woche 3: Konsum

Der größte Teil der Treibhausgasemissionen, nämlich knapp 30%, sind auf das Konsumverhalten von privaten Haushalten in Deutschland zurückzuführen (Quelle: CO2-Rechner UBA). Eine große Zahl! Sie entsteht dadurch, dass jedes gekaufte Produkt während seines Lebenszyklusses CO2-Emissionen verursacht. Wie weitreichend die Folgen für unsere Umwelt sind, ist stark vom Produkt abhängig.

Unser Konsum ist vielfältig, durch ihn ermöglichen wir uns unseren persönlichen Lebensstil. Die Frage ist: Wie schaffen wir es, dem Bedürfnis nachzukommen, unseren Lebensstil zu erhalten oder so zu gestalten, dass wir zufrieden sind und gleichzeitig die Belastbarkeitsgrenze der Erde nicht zu gefährden? In dieser Woche soll es darum gehen, das Potential von Konsumgütern zu entdecken, genauer hinzuschauen und folglich nachhaltiger zu konsumieren.

Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewirken. Du kannst dem Klimawandel mit deinen täglichen Entscheidungen etwas entgegen setzen. Wir wünschen dir auch diese Woche viel Erfolg und Freude beim Umsetzen deiner persönlichen Ziele!

 

 

 

Seco

Brauche ich das wirklich?

  • Wusstest du, dass man in China die Modefarbe der Saison an der Farbe der Flüsse erkennt? Der Blog gruenemode.de berichtet immer aktuell über umweltfreundliche Modelabels. Auch viele große Handelsketten bieten inzwischen Serien wie Responsible Wool ,Organic-oder Recycled Cotton an.
  • Kauf doch mal Secondhand, entweder auf einem Flohmarkt oder auch online: kleiderkreisel.de und mamikreisel.de sind nur zwei von vielen Möglichkeiten.
  • Oft machen wir Impulskäufe. Frage dich vor jedem Kauf: Brauche ich das wirklich? Nur weil es ein Schnäppchen ist?

 

 

 

 

 

Wir brauchen nicht immer unbedingt etwas Neues zu kaufen. Schau mal, ob dir diese Tipps gefallen:

konsum 3

  • Reparieren statt neu kaufen. Wusstest du, dass es auch in Herford ein Repaircafé gibt? Dort wird dir geholfen, kleine Reparaturen durchzuführen. An elektronischen Geräten, in manchen Cafés sogar für kleine Näharbeiten. Der nächste Termin ist der 12.März, 17:30 Uhr. Dieser Termin ist sogar ausdrücklich auch für Kinder mit ihren (Groß-)Eltern. Im Gemeindezentrum EFG Herford, Ravensberger Straße 11 um 17:30 Uhr. Vielleicht hast du Lust, das mal auszuprobieren.
  • Aus alt mach neu: Das alte Moltontuch wird zu Abschminkpads, dein altes T-Shirt wird ein Putzlappen, aus Orangenschalen wird ein Allzweckreiniger (mehr Ideen für selbst hergestellte Putzmittel findest  du unter www.smarticular.de).
  • Vorort kaufen, statt online bestellen. Logisch: Jeder Transport zu dir nach Hause produziert CO2   (und Verpackungsmüll). Wusstest Du, dass z.B. Amazon bisher den Großteil der völlig funktionsfähigen Retouren ohne Prüfung entsorgt, weil das einfacher ist? Ein Gesetz zur Änderung steht an. Vielleicht radelst du mal wieder in die Stadt und schaust dort nach dem Gesuchten?

Wenn du glaubst, nachhaltig zu konsumieren ist Luxus, den du dir nicht leisten kannst: Konsumierst du insgesamt weniger und bewusster, spart das zum Einen eine Menge Zeit und zum Anderen auch Geld, das du für langlebigere, faire und klimafreundlichere Produkte ausgeben kannst.

 

 

 

energie1Woche 4: Energie

Wir sind in der vierten Klimafastenwoche angekommen. Schwirrt dir schon der Kopf? Es kann einem schon etwas schwindelig werden, wenn man merkt, wo man alles „klimafreundlicher“ handeln könnte. Diese Woche beschäftigen wir uns mit dem Thema Energie und Strom.

Der Energiebedarf auf der Erde ist unterschiedlich verteilt. Sechs Staaten, nämlich China, USA, Russland, Indien, Japan und Deutschland verbrauchen mehr als die Hälfte der Energie (Quelle: Erneuerbare Energien und Klimaschutz, Volker Quaschning). Wenn uns die Begrenzung der Erderwärmung gelingen soll, muss die Welt ihre Energie effizienter und vor allem saubere Energiequellen nutzen.

 

 

 

 

 

Wenn du möchtest, mache dir zuerst bewusst, welchen Einfluss der Energiekonsum in deinem Haushalt hat:

  • Schalte alle Stand-by Geräte richtig aus.
  • Schalte das Licht beim Verlassen des Raumes aus.
  • Regele die Helligkeit an Handy und TV runter.
  • Überprüfe deine Lichtquellen und ersetze sie ggf. durch sparsame LED´s.

 

 

energie 3

Der menschengemachte Klimawandel resultiert nachweisbar aus dem fossilen Energiekonsum, daher:

  • Wechsele zu einem „echten“ Ökostromanbieter oder beteilige dich an einer Energiegenossenschaft. Es ist simpel und schnell erledigt! Tipps bietet unter anderem die Webseite robinwood.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

energie4

Auch so kannst du den Treibhausgasausstoß verringern:

  • Trockne deine gewaschene Wäsche auf einem Ständer und nicht im Wäschetrockner.
  • Taue dein Gefrierfach mal wieder ab.
  • Wasche deine Wäsche auf 30 Grad anstatt 40 Grad bzw. 40 Grad anstatt 60 Grad.
  • Lasse deine Waschmaschine nicht halb gefüllt laufen.
  • Du kannst auch die Kühltemperatur in Kühlschrank (optimal 7 Grad) und Tiefkühler (optimal -18 Grad) prüfen und entsprechend umstellen.

 

 

 

 

 

 

 

Müll1Woche 5: Müll

Kurzum: Klimafasten bedeutet natürlich auch Müll- und Abfallvermeidung sowie Recycling! Immerhin produzieren die Deutschen etwas 37,5 Millionen Tonnen Müll pro Jahr. Das macht pro Kopf ca. 8,7 kg in jeder Woche. Viel zu viel!

Obwohl man uns „Deutschen“ doch gerne einen sorgsamen Umgang mit den Müllbergen zuschreibt, landen wir in Sachen Verpackungsmüll im europäischen Vergleich auf dem letzten Platz. Der Kreis schließt sich, wenn man sich überlegt, wo der ganze Abfall schlussendlich landet und wieviel Energie die Entsorgung benötigt. Was jeder von uns zur Abfallvermeidung beitragen kann, soll diese Woche unser Thema sein. Viel Erfolg!

 

 

 

 

Wir zeigen euch viele einfache Wege, Abfall zu vermeiden und somit die Umwelt zu schonen:

Merke: Flüssiges braucht immer mehr Verpackung und Transportkosten, gestalte daher dein Badezimmer plastik- und flüssigkeitsfreier:

  • Probiere Seife im Stück.
  • Festes Haarshampoo, Spülung und Conditioner beinhalten ebenso gute Bestandteile und sind absolut einfach anzuwenden.
  • Teste Zahnputzpulver oder Tabletten.  
  • Zahnbürsten aus nachwachsenden Rohstoffen gibt es in jedem gut geführten Drogeriemarkt und Bioladen.

 

 

müll3

 

Bei deinem nächsten Einkauf kannst du den Unterschied machen:

Nutze einen Brotbeutel zum Brot-und Brötchenholen. Kaufe loses Obst und Gemüse und benutze Gemüsenetze.

  • Nimm eine Einkaufstasche, einen Rucksack oder einen Korb mit zum Einkauf.
  • In vielen Supermärkten kann man sich an der Frischetheke die mitgebrachten Behälter mit Käse, Wurst und Fleisch befüllen lassen.
  • In der Herforder Markthalle, in Bielefeld am Siegfriedplatz, in Bad Oeynhausen und ab April 2020 in Bünde kannst du unverpackt einkaufen. Denk daran: Die Behälter zum Einfüllen deiner Ware musst du selbst mitbringen.

 

 

 

 

 

 

müll4

 

Bewusste Müllvermeidung klappt auch in der Küche, zum Beispiel mit diesen Ideen:

  • Einfach mal einen nassen Lappen statt Küchentücher aus Papier nehmen.
  • Bienenwachstücher ersetzen Alu- oder Frischhaltefolie. Man kann sie auch einfach und schnell selbst herstellen.
  • Merke: Kaufe Mehrweg statt Einweg. Und wenn du gerne Wasser trinkst, öffne einfach deinen Wasserhahn.

 

 

 

 

 

mobi

Woche 6: Mobilität

Hand auf´s Herz: Wie bewegen wir uns im Alltag am meisten fort?

Wir fahren zur Arbeit, Einkaufen, Freunde besuchen, in den Urlaub. Wir legen Unmengen an Kilometern zurück. Bei den meisten wird hierzu das Auto genutzt. Natürlich, denn es ist absolut bequem, bietet Platz und es ist warm. Sehr oft ist es heutzutage noch immer umständlicher mit anderen Verkehrsmitteln zu fahren, da die Verbindungen nicht passen und/oder der zeitliche und finanzielle Aufwand immens höher ist. Von vielen wird daher eine Mobilitätswende seitens der Politik gefordert. Fakt: Gegenwärtig über übersteigt man allein mit der durchschnittlichen jährlichen Autofahrleistung sein klimaverträgliches Budget; mit einem Flug in die Karibik hat man dem Klima schon das Doppelte zugemutet (https://www.vcd.org/themen/klimafreundliche-mobilitaet/).

 

Lasst uns diese Woche das Klima durch unser Mobilitätsverhalten schützen:

  • Frage dich: Wie oft nutze ich das Auto? Kann ich mal das Fahrrad nutzen? Oder den Bus? Oder die Bahn?
  • Du kannst bei kurzen Fahrten auf das Auto verzichten, gehe mal zu Fuß zum Bäcker.
  • Lass dein Fahrrad checken, dann macht es doppelt so viel Freude damit zu radeln.
  • Wenn es doch das Auto sein muss, fahre auf der Autobahn freiwillig nur 130 km/h. Das spart nicht nur CO2, sondern vermeidet auch häufiges Beschleunigen und Abbremsen. Zudem fährst du deutlich entspannter.
  • Prüfe auch mal den Reifendruck am Pkw.
  • Schalte doch an der Ampel und am Bahnübergang den Motor aus.
  • Gemeinsam fahren spart CO2, vielleicht kannst du eine Fahrgemeinschaft bilden? Oder eine Mitfahrgelegenheit nutzen?

Laut Statistiken ist lediglich 15% der Deutschen wichtig, dass ihr Urlaub möglichst klimaneutral ist. Planst du eine Reise?

  • Es gibt Möglichkeiten klimafreundlich mit dem Zug in den Urlaub zu fahren. Zum Beispiel mit dem Nachtzug durch ganz Europa. Schau doch mal nach!
  • Ob Wanderurlaub, Urlaub am Meer, Familienurlaub oder Singleurlaub. Über die Webseite ReNatour kannst du einen nachhaltigen Urlaub planen.
  • Erkundige dich auch, wie du an deinem Urlaubsort die öffentlichen Bus- und Bahnverbindungen nutzen kannst.

 

 

fazit

Woche 7: Fazit

NACHHALTIG LEBEN IST WIE NACHHALTIG DENKEN, NUR KRASSER

Die Fastenzeit neigt sich dem Ende entgegen und damit auch die besondere Zeit, in der wir uns für einen bewussteren Umgang mit dem Klima und den Ressourcen unserer Erde entschieden haben. Nachhaltig handeln und CO2 einsparen, sich auf das Wesentliche konzentrieren und persönliche Veränderungsmöglichkeiten entdecken, waren jeweils individuelle Ziele unserer 7-wöchigen Klimafastenaktion. Leider mussten wir die Müllsammelaktion sowie die DIY-Aktion ausfallen lassen, und auch das Thema „Mobilität“ haben wir aufgrund von Covid_19 nicht aufgeführt. Immerhin konnten wir dir bei insgesamt 5 Wochenthemen vielfältige Tipps geben.

 

 

Wir können festhalten: Der Klimawandel betrifft uns alle. Bevor Covid_19 die Welt in einen Ausnahmezustand versetzt hat, wurde in den Nachrichten beinahe täglich über Naturkatastrophen, Brände, Stürme oder andere verheerende Bedrohungen berichtet. Wir sind überzeugt, dass man jede Krise als Krise behandeln muss. Solidarisch und als Gemeinschaft. Das gilt für Corona UND für das Klima.

Nehmen wir uns einmal die Zeit zurückzublicken.

Wir haben versprochen: Niemand muss zurück in die Höhle. Nun interessiert uns:

  • Welchen Herausforderungen hast du dich gestellt?
  • Bei welchen Gewohnheiten ist dir die Umstellung leicht gefallen? Oder besonders schwer?
  • Gibt es Dinge oder Alltagsgewohnheiten die du dauerhaft änderst?
  • In dieser Woche kannst du auch nochmal deinen ökologischen Fußabdruck, unter Berücksichtigung deiner bisherigen Veränderungen, berechnen. https://www.wwf.de/themen-projekte/klima-energie/wwf-klimarechner/

Zu guter Letzt: Teile deine Erfahrungen mit deiner Familie und deinen Freunden. Motivation braucht Vorbilder!

Danke, dass du dabei warst. Schreib uns gerne deine Erfahrungen!

Auszeichnung:

 

Umweltpreis 2020

 

 

 

Am 12.03.2020 wurden die Parents for Future Herford vom BUND Kreisverband mit dem Umweltpreis 2020 ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr und bedanken uns!