FAQ 29.11.

Vera S. • 15 Oktober 2019

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FAQ

Klicke die Frage an, deren Antwort Du sehen möchtest!

 

Warum reicht das Klimapaket der Bundesregierung nicht aus, die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten?

Wie finde ich Demos und Veranstaltungen in meiner Nähe?

Wie kann ich mit machen, ohne meinen Job zu verlieren?

Wer veranstaltet den Klimastreik?

Ist der Klimastreik ein echter Streik?

Wie stehen die Gewerkschaften zum Klimastreik?

Darf ich an meinem Arbeitsplatz Werbung für den Klimastreik machen?

Warum ist das 1,5 Grad Ziel so wichtig?

Was passiert, wenn die 1,5 Grad Grenze nicht eingehalten wird?

Was muss geschehen, damit das 1,5 Grad Ziel eingehalten wird?

Was kann ich tun, um zu helfen, das 1,5 Grad Ziel einzuhalten?

 

 

 

Warum reicht das Klimapaket der Bundesregierung nicht aus, die
Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten?

  • kein nationales Ziel zur Einsparung bis 2040 definiert

  • Ziel der CO2 Neutralität ist nicht eindeutig festgelegt

  • keine jährliche Wirksamkeitskontrolle durch den Klimarat festgelegt

  • keine Vorschläge zur Nachjustierung 

  • CO2 Preis (anfangs 10 Euro, Deckelung auf max. 60 Euro bis 2026) zu niedrig  -> keine Lenkungswirkung

  • Kohleausstieg weiterhin erst 2038 

  • Fliegen wird nur moderat stärker besteuert -> kaum Lenkungswirkung

  • Bahnfahren wir durch die Mehrwertsteuerminderung nur geringfügig günstiger -> kaum Lenkungswirkung

  • Verbrennungsmotor wird nicht verboten

  • keine konkreten Maßnahmen zur Senkung des Fleischkonsums 

  • Die zu schwachen Klimaziele für 2030 werden beibehalten 

  • Die konkreten Maßnahmen sind sogar für die Erreichung der zu schwachen Ziele nicht ausreichend

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Wie finde ich Demos und Veranstaltungen in meiner Nähe?

Hier findest Du eine ausführliche Antwort!

 

 

 

 

Wie kann ich mit machen, ohne meinen Job zu verlieren?

Hier findest Du die ausführliche Antwort!

 

 

 

 

Wer veranstaltet den Klimastreik?

Die Streiks werden dezentral, also vor Ort von den Fridays for Future Jugendlichen organisiert, eine zentrale Organisation gibt es nicht. Die Veranstalter*innen- und Unterstützer*innengruppen sind jedoch vernetzt.

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Ist der Klimastreik ein echter Streik?

Der Klimastreik ist kein Arbeitskampf und damit kein Streik im eigentlichen Sinne, zu dem die Gewerkschaften die Beschäftigten aufrufen, um ihren Forderungen in einem Tarifkonflikt gegenüber den Arbeitgebern mehr Nachdruck zu verleihen. Als Klimastreik wird eine Form der politischen Demonstration bezeichnet, die dazu dienen soll, politische Ziele im Sinne des Klimaschutzes gegenüber der Regierung durchzusetzen. Im Gegensatz zum Streik als Mittel des Arbeitskampfs ist der Klimastreik als politischer Streik (Demonstrationsstreik) nicht mit besonderen Schutzrechten für die Streikenden (bzw. Demonstrierenden) verbunden. Eine eigenmächtige Arbeitsniederlegung oder ein unerlaubtes Fernbleiben von der Arbeit für einen Klimastreik wäre daher grundsätzlich mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen (z. B. Abmahnung, Kündigung) und ggf. Schadensersatzforderungen verbunden. Sofern also ein Unternehmen oder ein öffentlicher Arbeitgeber seinen Beschäftigten die Teilnahme an einem Klimastreik nicht ausdrücklich erlaubt und sie z. B. dafür freistellt, müssen die Demonstrations- bzw. Streikwilligen in Abstimmung mit dem Arbeitgeber Urlaub nehmen oder Überstunden bzw. Gleitzeitguthaben abbauen. Wer sich an dem Klimastreik beteiligen möchte, sollte daher frühzeitig zusammen mit dem Arbeitgeber nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. 

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Wie stehen die Gewerkschaften zum Klimastreik?

Einige Gewerkschaften und Jugendabteilungen von Gewerkschaften unterstützen den Gedanken des Klimastreiks. Ver.di, die zweitgrösste deutsche Gewerkschaft geht voran:

Artikel über Ver.di und den 20.09.

Der DGB hat sich auch positiv geäussert. Wir hoffen auf mehr Resonanz. Als traditionelle Organisationen brauchen sie Zeit, sich zu orientieren und zu positionieren. Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe und sehen sie als bedeutende Stakeholder in einer Gesellschaft auf dem Weg zur Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels.

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Darf ich an meinem Arbeitsplatz Werbung für den Klimastreik machen?

Wir können hier natürlich keine Rechtsberatung bieten. Aber Folgendes lässt sich sagen: Da der Klimastreik kein arbeitsrechtlich erlaubter Streik ist, kann ein Streikaufruf, der sich gegen ein konkretes Unternehmen richtet, zu Schadensersatzforderungen gegen die zum Streik aufrufenden Personen oder Organisationen sowie zu arbeitsrechtlichen Maßnahmen führen. Die Werbung für den Klimastreik am Arbeitsplatz zielt auf die Beschäftigten eines konkreten Unternehmens und könnte daher als rechtswidrig eingestuft werden. Wir raten daher dringend von solchen Aktionen am Arbeitsplatz ab. Persönliche Gespräche im Kollegenkreis über den Klimastreik kann einem natürlich niemand verbieten. Dabei könnte es hilfreich sein, darauf hinzuweisen, dass so ein „Klimastreik“ kein „echter“ Streik im arbeitsrechtlichen Sinne ist und im Falle einer Teilnahmeabsicht mit dem Arbeitgeber vorher abzuklären ist, ob Urlaub oder Zeitguthaben dafür genommen werden muss. Näheres hierzu steht unter „Ist der Klimastreik ein echter Streik?“

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Warum ist das 1,5 Grad Ziel so wichtig?

Die konsequente Umsetzung des 1,5°C Ziels des Pariser Abkommens ist essentiell, um Mensch und Natur zu schützen und den Verlust von Arten und Lebensräumen zu begrenzen.
Bereits mit der aktuellen Erwärmung um ca. 1,14 °C sind wir in vielen Regionen mit häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen und deren Folgen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und Starkniederschlägen konfrontiert. Die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 waren die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die Meere versauern, Korallenriffe sterben ab, die Permafrostböden tauen und die Arktis brennt - die irreversible Zerstörung von Artenvielfalt und Ökosystemen gefährden die Lebensgrundlagen und Handlungsoptionen heutiger und kommender Generationen.

Nähere Informationen unter: https://www.scientists4future.org/stellungnahme/fakten/

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Was passiert, wenn die 1,5 Grad Grenze nicht eingehalten wird?

Falls die Weltgemeinschaft die vom Pariser Abkommen angestrebte Beschränkung der Erwärmung auf 1,5 °C verfehlt, ist in vielen Regionen der Welt mit erheblich verstärkten Klimafolgen für Mensch und Natur zu rechnen (IPCC 2018).
Bei zunehmender Erwärmung der Erde werden gefährliche klimatische Kipp-Punkte des Erdsystems, d. h. sich selbst verstärkende Prozesse, immer wahrscheinlicher. Dies würde dazu führen, dass eine Rückkehr zu heutigen globalen Temperaturen für kommende Generationen nicht mehr realistisch ist.
Insgesamt besteht durch unzureichenden Schutz der Böden, Ozeane, Süßwasserressourcen und Artenvielfalt – bei gleichzeitiger Erderwärmung als „Risiko-Vervielfacher” – die Gefahr, dass Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit in vielen Ländern soziale und militärische Konflikte auslösen oder verschärfen und zur Migration größerer Bevölkerungsgruppen beitragen.

Nähere Informationen unter: https://www.scientists4future.org/stellungnahme/fakten/

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Was muss geschehen, damit das 1,5 Grad Ziel eingehalten wird?

Um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erwärmung von 1,5 °C nicht zu überschreiten, müssen laut IPCC die Emissionen von Treibhausgasen (insbesondere CO2) sehr rasch sinken und in den nächsten 20 bis 30 Jahren weltweit auf null reduziert werden.
Bei derzeitigen Emissionen reicht das verbleibende globale CO2-Emissionsbudget für den 1,5-Grad-Pfad nur für etwa 10 Jahre. Auch für den 2-Grad-Pfad reicht es nur für etwa 25–30 Jahre. Anschließend leben wir von einem „CO2-Überziehungskredit“, d. h. die ab dann emittierten Treibhausgase müssen später unter großen Anstrengungen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden. Bereits die heute lebenden jungen Menschen sollen diesen „Kredit“ wieder abbezahlen. Gelingt dies nicht, werden viele nachfolgende Generationen unter den gravierenden Folgen der Erderwärmung leiden.

Nähere Informationen unter: https://www.scientists4future.org/stellungnahme/fakten/

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Was kann ich tun, um zu helfen, das 1,5 Grad Ziel einzuhalten?

Minimiere Deinen persönlichen CO2 Fußabdruck (https://uba.co2-rechner.de/de_DE/):

  • Wechsele Deine Stromversorgung zu erneuerbaren Energien. Wähle einen Anbieter aus, der echte erneuerbare Energie anbietet. Surfen hilft...
  • Ernähre Dich regional und reduziere Deinen Fisch-, Fleisch- und Milchkonsum.
  • Fliege oder benutze das Auto nur, wenn es unbedingt sein muss. Benutze lieber das Fahrrad, die Bahn und/oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn Du fliegen musst, kannst Du das entstehende CO2 über zum Beispiel www.atmosfair.de kompensieren.
  • Kaufe bewusst nachhaltige regionale Produkte oder Second Hand.
  • Wechsle zu einer Bank, die in nachhaltige Projekte investiert und nicht in fosslie Energie.

Hier findest Du den Flyer der Hessischen Parents for Future mit Co2-Spartipps.

Fördere globale Aufforstung:
Pflanze Bäume, während Du im Internet surfst, indem Du die non-profit Suchmaschine und Browser Ecosia benutzt (www.ecosia.org)

Kläre auf:
Rede mit Deiner Familie, Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten über den Klimawandel und seine Folgen. Hier gibt es Inspiration dazu: TED Talk  mit Katherine Hayhoe

Werde aktiv:
Schließe Dich einer Ortsgruppe an; wenn es noch keine gibt, gründe eine. Hier findest Du die Ortsgruppe in Deiner Nähe.

Sei laut:
Erinnere die Regierung an die Einhaltung der im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele und geh mit uns am 29.11. auf die Straße. Zeige, dass Du es nicht mehr hinnehmen willst, dass die Politik mit der Zukunft unserer Kinder spielt.

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