Hamburg

Anlässlich der BÜRGERSCHAFTSWAHLgreta

  • Gemeinsam demonstrieren wir, mit Greta und Fettes Brot, am Freitag: 21.02. um 14 Uhr, am Heiligengeistfeld.
  • Ganz Deutschland schaut nach Norden. Für uns ist klar: In Hamburg sagt man Tschüss zu großen Versprechungen und kleiner Umsetzung. Tschüss zum Kohlekraftwerk Moorburg, zur Elbvertiefung und zu Schweröltankern.
  • Du warst bei der letzten Großdemo? Super! Dann bringe am 21.02. einmal jemanden mit, der bisher noch nicht mit uns demonstriert hat. So wird es riesig und eine wirkliche Großdemo!
  • Du warst bisher unentschlossen? Dann lasse diese Großdemo zu Deinem Auftakt zum Einsatz für Klimagerechtigkeit werden.
  • Die Uhrzeit ist tauglich auch für Berufstätige. Keine Ausreden also. Komme mit uns auf die Straße, für unsere Stadt und unsere Zukunft!

WIR BRAUCHEN DICH! Klimawahl

Für eine richtig große Demo, anlässlich der Wahl zur Bürgerschaft, brauchen wir jede Hilfe. Viele kreative Ideen benötigen helfende Hände. Schaue dazu auf unsere Mitmachen -Seite. Dort kannst Du Dich auch für Aufgaben zum Mobilisieren vernetzen.

Vielen Dank für Deine Unterstützung!


Am 09.02. trafen sich der erste Bürgermeister Herr Dr. Tschentscher und Fridays for Future Hamburg. Einen Kommentar sowie einige Faktenchecks findest Du nachfolgend.

Butter bei die Fische

Butter bei die Fische, Herr Bürgermeister Tschentscher!

Vierzehn Tage vor der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft trafen sich die Sprecher von Fridays for Future und der amtierende Erste Bürgermeister Peter Tschentscher zum Gespräch, um über die derzeit wichtigste Frage der Menschheit zu diskutieren: Wie können wir in Anbetracht der Dringlichkeit der Klimakrise dafür sorgen, dass Klimaschutz und Klimagerechtigkeit bei politischen Entscheidungen oberste Priorität erhalten?

„Wir sorgen für gutes Klima“ – so lautet einer der aktuellen Wahlkampfsprüche der SPD.

In der geführten Diskussionsrunde wurde die Glaubwürdigkeit dieses von den Sozialdemokraten selbst gewählten Slogans zu Recht anhand zahlreicher Punkte seitens Fridays for Future gut informiert und sehr kritisch in Frage gestellt.

So schien Herr Tschentscher stolz darauf zu sein, dass in Hamburg seit 2012 ein Rückgang der Emissionen von jährlich 2,5 Prozent zu verzeichnen ist. Dabei beruht diese vordergründig positive Entwicklung nicht auf der erfolgreichen Klimapolitik des Senats, sondern ist zum einen dem verbesserten deutschen Strommix mit einem erhöhten Anteil der erneuerbaren Energien geschuldet, zum anderen auf den Verkauf der Shell-Raffinerie in Harburg zurückzuführen – der Rückgang der Emissionen in Hamburg, die genannten Faktoren abgezogen, liegt effektiv lediglich unter einem Prozent.

Genauer hingeschaut zeigen sich insbesondere nach dem im Jahr 2015 unterzeichneten Pariser Abkommen viele klimapolitische Versäumnisse. Eine bereits damals dringend nötig gewesene klimapolitische Transformation wurde nicht eingeleitet. Somit wurden vom Hamburger Senat kostbare Jahre vergeudet.

Mit viel Eigenlob stellte Herr Tschentscher den im Dezember verabschiedeten Klimaplan des Senats  vor.

Dieser sei der aktuell beste Plan bundesweit. Die konkreten Reduktionsziele mit über vierhundert Maßnahmen aus allen Sektoren (Verkehr / Industrie / Energie und private Haushalte) sollen eine Umsetzung und Überprüfung der Ziele ermöglichen. Tschentschers Meinung nach könne es nicht darum gehen, weitere „leere Ziele“ zu definieren, vielmehr gehe es um das  Benennen, wie diese Ziele messbar zu erreichen seien. Er sei jederzeit offen und dankbar für pragmatische Ideen und hoffe auf Vorschläge der Jugend zur Umsetzung.

Die Realität des Klimaplans sieht - wie auch seitens Fridays for Future unmissverständlich  dargestellt -  anders aus. Herr Tschentscher ist stolz darauf, dass sich die Stadt verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dieses Ziel deckt sich aber in keiner Weise mit dem völkerrechtlich bindenden Ziel des Pariser Abkommens. Zwischen den Plänen des Senats und dem für Hamburg verbleibenden CO2 Budget klafft eine gewaltige Lücke. Der amtierende Senat plant Klimaneutralität für 2050, die Wissenschaft sagt aber, 2035 sei erforderlich, um das Abkommen einzuhalten.

Was die konkrete Umsetzung der im Plan definierten Maßnahmen angeht, sind Teile der Einsparziele nicht glaubwürdig, nebulös oder vom bundespolitischen Bedingungsgefüge ( wie z.B. dem Energiemix) abhängig. Scharf kritisiert wurde seitens Fridays for Future beispielsweise beim Sektor private Haushalte, ob und wie die Einsparung von 50 Prozent der Gebäudewärme bis 2030 (schon mangels Handwerker*innen) umgesetzt werden kann.

Leider nur kurz angesprochen wurde das Thema des CO2-Preises. Herr Tschentscher bezeichnete in einem Nebensatz einen Preis von 180 Euro je Tonne CO2 als „unsozial“. Das Umweltbundesamt ermittelt diese Kosten auf Basis von entstehenden Umweltschäden und ganz sicher wird irgendjemand - zumeist weit weg oder in der Zukunft  -  diesen Preis bezahlen. Es ist also höchst unsozial, diesen Preis nicht zu erheben. Eine der Nachhaltigkeit verpflichtete Politik würde den Preis erheben und dann dafür sorgen, dass die wirtschaftlich schwächeren Bürger*innen einen Ausgleich bekommen. Dies würde umweltschonendes Handeln günstig machen und umweltschädigendes Verhalten hätte den realen Preis, der für ein derartiges Handeln berechnet wurde.

Nicht die ökologisch eng bemessenen und klar definierten planetaren Grenzen, sondern das übliche wirtschaftliche Wachstumsmodell bestimmt nach wie vor den Radius des politischen Handelns des ersten Bürgermeisters. So sei zum Beispiel der Ausbau des Flughafens nötig, um mehr Direktflüge abzuwickeln.

Auch sonst liegen im Klimaplan nur wenig konkrete Lösungen zum Sektor Verkehr vor. Geplant ist lediglich eine Reduktion der Emissionen um 25 Prozent in den kommenden zehn Jahren -  bislang nehmen die Emissionen gerade in diesem Sektor seit Jahren immer weiter zu.

Leider ist Herr Tschentscher - trotz des mit Sicherheit aufrichtig persönlich guten Willens - immer noch dem typischen Bild des Konsens-Findungs-Politikers verhaftet. Beispiel: Gruppe A will einen CO2-Preis von 10€ je Tonne CO2, Gruppe B einen Preis von 60€. Man einigt sich auf 25€ oder 35€, und der Politiker hat das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.  Dieses Vorgehen ist angesichts drohender Kipppunkte im Klimasystem nicht mehr möglich. Politische Konsequenz muss jetzt bedeuten, das Überschreiten von Kipppunkten unter allen Umständen zu verhindern, und im Rahmen dessen dann die sozialen und ökonomischen Aspekte auszubalancieren.

Ein unverzeihliches Versäumnis ist die fehlende Kommunikation zu den dringend erforderlichen wirklichen Transformationen unserer Gesellschaft. Stattdessen werden Technologie und Digitalisierung beschworen, die alles richten sollen.

Das politische Handeln bleibt nach wie vor von der Angst vor dem Wähler motiviert. Die Verantwortung für eine gesellschaftliche Akzeptanz einer wirksamen Klimapolitik wird dann in  bekannter und vertrauter Manier verschoben. So betonte Herr Tschentscher, er sei der Jugend dankbar für die Demonstrationen, denn so werde die Gesellschaft für das Thema Klima sensibilisiert und die Weichen für die Politik gestellt.

Viele wesentliche Fragen blieben unbenannt und unbeantwortet: Findet der Senat auch den Mut, Themen wie Massentierhaltung, den grenzenlosen Fleischkonsum und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Klimakrise zu benennen? Setzt er die  katastrophalen Folgen der industriellen Landwirtschaft auf die Agenda? Welche Maßnahmen plant die Stadt hinsichtlich der Reduktion von Feinstaub, den Emissionen des Hafens oder den Flugverkehr betreffend - selbst wenn die internationale Schifffahrt nicht Hamburgs Emissionen zugerechnet wird?

 Es stellte sich im Nachklang die Frage, ob Herrn Tschentscher in seiner ersten Berufung als Arzt die Schwere der Diagnose dieser für uns alle  lebensbedrohlichen Krise verstanden hat. Ist er bereit, sich dieser Diagnose in letzter Konsequenz zu stellen und übernimmt er die Verantwortung, diese Diagnose - mit der erforderlichen Therapie - dem Wähler zu vermitteln? In der Klimapolitik helfen keine homöopathischen Dosierungen, mutiges, entschiedenes und visionäres Handeln ist erforderlich. Weitere Jahre Stillstand, das Vermeiden erforderlicher struktureller Notwendigkeiten, das Nicht-Benennen der Diagnose, das kann sich die Menschheit nicht mehr leisten. Die bisher vom Hamburger Senat ergriffenen Maßnahmen gegen die Krise sind schon im Ansatz nicht ausreichend.


Die Teilnehmer am Klimastreik sind Menschenrechtsverteidiger - Generalsekretär von Amnesty in einem persönlichen Brief an alle Schulleiter dieser Welt:

"Die Klimakrise ist das entscheidende Menschenrechtsproblem für diese Generation von Kindern. Ihre Folgen werden ihr Leben in fast jeder erdenklichen Weise prägen. Das Versäumnis der meisten Regierungen, angesichts überwältigender wissenschaftlicher Erkenntnisse zu handeln, ist wohl die größte generationen-übergreifende Menschenrechtsverletzung der Geschichte."

[ Kumi Naidoo, Generalsekretär Amnesty International ]

Download "persönlicher Brief an alle Schulleiter" (deutsch / englisch)


Wir brauchen Dich! Unterstütze die Demonstrationen als Ordner*in an den Freitagen.

Power

Womit: Gewährleiste die Sicherheit der Demoteilnehmer*innen durch z.B.

  • Erkennen von Gefahrensituationen
  • Kontakt zur Versammlungsleitung
  • Durchleitung von Rettungsfahrzeugen
  • Deeskalation bei Konflikten etc.

Warum: Damit die Teilnehmer*innen (jung & alt) der Demo gesichert und sorglos ein weiteres wichtiges Zeichen gegen die Klimakrise setzen können.

Selbstverständlich gibt es vor jeder Demo eine Einweisung. Um dich als Ordner einzutragen, nutze das entsprechende Formular (klicke hier). Für Fragen schreibe uns gerne unter hamburg@parentsforfuture.de. Danke für Deine Unterstützung.

PS: Ordner*in -Binden werden Vorort ausgegeben. Du kannst aber auch unterstützen und Deine eigene weiße Armbinde, mit schwarzer "Ordner" -Aufschrift, für Dich oder gar andere mitbringen.


Wer wir sind

Wir sind eine Gruppe von Eltern und anderen erwachsenen Menschen, die in Solidarität zur Fridays For Future Bewegung stehen. Unser Ziel ist es, die jungen Menschen in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik zu unterstützen. Die Gruppe ist offen für ALLE erwachsenen Unterstützer*innen – ob sie nun selbst Kinder haben oder nicht.

über Parents for Future

ParentsBanner_Totale


Du willst uns persönlich kennen lernen?

Komm zu den Demos und sprich uns an. Triff uns bei dem Parents For Future -Banner "TOGETHER FOR FUTURE". Die Termine für Demos sowie dazugehörige Details findest Du im Kalender unten (oder klicke hier).

Außerdem kannst Du auch per Mail unter welcome@parentsforfuture.hamburg mit uns Kontakt aufnehmen. Wir heißen dich unter gerne Willkommen und geben Dir erste Informationen zu P4F HH an die Hand. Wir freuen uns auf Dich!

Des Weiteren bist Du bei den offenen Organisationstreffen der P4F HH herzlich willkommen. Dazu treffen wir uns in etwa alle zwei Wochen, um Ideen zu teilen, zu verwirklichen und die Bewegung weiter voran zu bringen. Die Termine findest du hier. Schreib uns einfach und bring Dich ein!

PFF HH Banner


Webseiten


Veranstaltungen

Arbeitsgruppen

Themen

Netzwerk / Social Media / Links

Flyer

E-Mail an:

oder direkt zum aktiv werden bei P4F HH:

Ihr findet uns auch bei:

 logoWhatsApp

 telegramTelegram

logoTwitter

logoInstagram

logoFacebook

Unsere Fridays findet ihr unter:

linktr.ee/fridaysforfuture_hh

Übliche Abkürzungen

FFF - Fridays for Future

P4F - Parents for Future

S4F - Scientists for Future

AG - Arbeitsgruppe

OG - Ortsgruppe

OpenOrga - offenes Organisationstreffen (auch OrgaTreffen)

EOD - Earth overshot day

Deutsch
Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen Ortsgruppen Homepage

Aktionen und Veranstaltungen